Neue Studie untersucht eFuel-Potenzial / EngpÀsse bei ElektromobilitÀt fördern eFuel-Hochlauf
18.03.2026 - 08:59:03 | presseportal.de
Als Basis der Untersuchung dient eine FolgenabschĂ€tzung der EU-Kommission fĂŒr die Klimaziele 2040. Die EU-Kommission geht davon aus, dass 2040 noch rund 37 % der PKW, 62 % der LKW und mehr als 80 % der Schiffe und Flugzeuge auf flĂŒssige Kraftstoffe angewiesen sein werden.
Trotz des Hochlaufs der ElektromobilitĂ€t wird ĂŒber die HĂ€lfte des Energiebedarfs im Jahr 2050 mit flĂŒssigen Kraftstoffen gedeckt. Die Studie untersucht diesen Bedarf auf Basis von industriellen EngpĂ€ssen bei ElektromobilitĂ€t, eFuels und Wasserstoff. Die Engpass-Analyse verdeutlicht, dass die von der EU prognostizierten Szenarien fĂŒr den Hochlauf der ElektromobilitĂ€t kurzfristig aufgrund von zu geringen VerfĂŒgbarkeiten bestimmter Rohstoffe, wie zum Beispiel Nickel oder Lithium, sowie langfristig wegen mangelnden Ausbau des Stromnetzes nicht realistisch sind. Der Bedarf an flĂŒssigen Kraftstoffen im gesamten Verkehrssektor ist ab 2040 damit noch gröĂer als von der EU-Kommission angenommen und gefĂ€hrdet das Erreichen der Klimaziele.
Wird das volle industrielle Potenzial ausgeschöpft, könnte der EU-Markt fĂŒr eFuels bis 2045 ein Volumen von mehr als 200 Milliarden Litern BenzinĂ€quivalent erreichen. Das Potenzial ist damit gröĂer als die benötigte Nachfrage nach erneuerbarem Kraftstoff in der EU. Eine Verteilproblematik zwischen Luft- und Schifffahrt sowie dem StraĂenverkehr bestĂŒnde nicht. Die Studie geht davon aus, dass bei voller Produktion auch der Bestand mit eFuels betankt werden kann. Damit können die Klimaziele trotz verlangsamten Hochlaufs der ElektromobilitĂ€t erreicht werden.
"Gelingt der EU die ElektromobilitĂ€t wie geplant auszurollen, kann unsere Industrie fossile Kraftstoffe noch vor 2050 aus dem Markt verdrĂ€ngen. Airlines, Reedereien und Autofahrer mĂŒssen keine VerteilkĂ€mpfe fĂŒrchten. Bezahlbar werden eFuels durch die industrielle Produktion und die erreichen wir bis 2045, wenn die Politik das ermöglicht. Unsere Industrie steht bereit", sagt Ralf Diemer, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der eFuel Alliance.
Rund 300 Projekte wollen eFuels fĂŒr den Verkehrssektor herstellen. Die anderen 200 Projekte konzentrieren sich auf Industrieanwendungen. Bis 2030 könnten Verkehrsprojekte rund 20 Mrd. Liter produzieren. Mehr als 80 Prozent der angekĂŒndigten Projekte plant eMethanol zu produzieren. eMethanol gilt als Plattformkraftstoff und lĂ€sst sich ĂŒber alle vier MobilitĂ€tssegmente nutzen. Diese Vielseitigkeit macht eMethanol attraktiv.
"Entscheidend fĂŒr den Erfolg ist die Finanzierung. Nur sechs Prozent der 300 Projekte haben eine finale Investmententscheidung. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage muss durch verlĂ€ssliche Regulatorik geschlossen werden. Ob eFuels ihr volles Potenzial entfalten, steht und fĂ€llt mit den richtigen politischen Entscheidungen", mahnt Diemer.
In der Luft- und Schifffahrt sind eFuels die einzige massentaugliche Alternative fĂŒr fossile Kraftstoffe. Im StraĂenverkehr, besonders fĂŒr Fahrzeuge aus dem Bestand, bieten sie Verbrauchern neben der ElektromobilitĂ€t eine weitere Lösung. In der Industrie können sie als klimafreundlicher Rohstoff eingesetzt werden. Entscheidend fĂŒr den Erfolg ist, die Finanzierungen der Projekte zu sichern.
Um die notwendigen Investitionen freizusetzen, sind drei Hebel entscheidend:
Pressekontakt:
Jan Wehrhold
wehrhold@efuel-alliance.eu
+49 160 6585763
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