FĂŒnfte DRV-ErnteschĂ€tzung 2024 / Es fehlen Sonne und WĂ€rme
17.07.2024 - 15:05:06Erntearbeiten werden unterbrochen
Gleichzeitig erweisen sich die Erntearbeiten als schwierig: Sie werden immer wieder durch NiederschlĂ€ge unterbrochen. AuĂerdem ist in vielen Regionen Deutschlands in den vergangenen Tagen so viel Regen gefallen, dass die Böden nicht mehr mit Erntemaschinen befahren werden können. "Hinzu kommt, dass die jĂŒngsten NiederschlĂ€ge in SĂŒddeutschland teilweise zu erheblichen SchĂ€den im Getreide und Raps gefĂŒhrt haben", erlĂ€utert Seedler.
Die Wintergerstenernte ist in weiten Teilen Deutschlands abgeschlossen, im Norden und höheren Lagen stehen aber noch BestĂ€nde auf dem Halm. Die Rapsernte ist in vielen Regionen Deutschlands in vollem Gange. Die Ernte von Winterweizen hat ebenfalls begonnen. Seedler: "Der Winterweizen ist unsere wichtigste und ertragsstĂ€rkste Getreideart. Unsere Raiffeisen-Genossenschaften hoffen insbesondere fĂŒr diese Kultur auf stabiles Erntewetter, um gute QualitĂ€ten einfahren zu können."
Schwache Ergebnisse in ganz Europa
Das Wetter war und ist in dieser Saison europaweit das zentrale Thema. Die Herausforderungen reichen von Starkregenereignissen mit Ăberschwemmungen bis hin zu groĂer Trockenheit. Die ErtrĂ€ge fallen daher sehr heterogen aus und bleiben hinter den Erwartungen zurĂŒck. Deutliche ErtragsrĂŒckgĂ€nge werden in Frankreich, Italien und Griechenland erwartet. Auch die Schwarzmeerregion leidet unter Trockenheit. In allen anderen LĂ€ndern wird mit Ergebnissen auf Vorjahresniveau gerechnet.
Lediglich die Körnermaisernte könnte besser ausfallen als im Vorjahr. Um das Ertragspotenzial voll entfalten zu können, braucht diese Kultur eine feuchte und warme Witterung in den Monaten Juli und August.
Details zur SchÀtzung: Siehe Tabellen
Hier gelangen Sie zum Video-Interview zur fĂŒnften DRV-ErnteschĂ€tzung mit Guido Seedler.
Ăber den DRV
Der DRV ist der politische Spitzenverband aller Genossenschaften
und genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und ErnĂ€hrungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.656 Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung pflanzlicher und tierischer Produkte mit 114.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 6.000 Menschen in Ausbildung einen Umsatz von 82,6 Milliarden Euro. Landwirte, GĂ€rtner und Winzer sind die Mitglieder und damit EigentĂŒmer der Genossenschaften.
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