Zweite DRV-ErnteschĂ€tzung 2024 / Aussetzung der Stilllegungspflicht kommt fĂŒr Getreide zu spĂ€t
16.04.2024 - 12:58:40"Gerade Getreide und Ălsaaten werden auf dem Weltmarkt gebraucht. Daher ist es bedauerlich, dass die Streichung der Stilllegungspflicht erst im MĂ€rz beschlossen wurde. Dies gilt umso mehr, da wir bekanntermaĂen in diesem Jahr bei der GetreideanbauflĂ€che einen neuen Tiefststand erreichen. Jeder Hektar zĂ€hlt", macht Seedler deutlich. Studien zufolge soll die Nachfrage nach agrarischen Rohstoffen bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent ansteigen.
Der DRV fordert EU-Kommission und Bundesregierung daher auf, gesetzliche Ănderungen, die die Fruchtfolge betreffen, frĂŒhzeitig vorzunehmen. Nur dann bestehe in der Landwirtschaft und in der Saatgutwirtschaft ausreichend Zeit, sich auf die verĂ€nderten Rahmenbedingungen einzustellen und sie zum Erfolg zu fĂŒhren.
Raps und Getreide zeigen deutlichen Vegetationsvorsprung
Dank des warmen Wetters und der guten Wasserversorgung in den Böden haben sich die Kulturen gut entwickelt. Seedler: "Die teilweise sommerlichen Temperaturen in den vergangenen Tagen fĂŒhrten dazu, dass die Pflanzen im Durchschnitt einen Vegetationsvorsprung von rund zehn Tagen im Vergleich zum langjĂ€hrigen Mittel zeigen." Das ist nach Aussage des DRV-Experten grundsĂ€tzlich unproblematisch. Allerdings steige die Gefahr, dass SpĂ€tfröste den Pflanzen SchĂ€den zufĂŒgen. "Je weiter eine Pflanze entwickelt ist, umso empfindlicher reagiert sie auf Frost", betont Seedler.
Insgesamt geht der DRV weiterhin von einer Getreideernte in Höhe von gut 41 Millionen Tonnen und einer Rapsernte in Höhe von knapp vier Millionen Tonnen aus. Diese Ergebnisse liegen unter denen des Vorjahres und sind in erster Linie auf geringere AnbauflĂ€chen zurĂŒckzufĂŒhren.
Details zur SchÀtzung: Siehe Tabellen
Hier gelangen Sie zum Video-Interview zur dritten DRV-ErnteschÀtzung mit Guido Seedler.
Weitere Informationen: Guido Seedler, DRV-Warenwirtschaft, Tel. 030 856214-410, E-Mail: [email protected]
Ăber den DRV
Der DRV ist der politische Spitzenverband aller Genossenschaften und genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und ErnĂ€hrungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.693 Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung pflanzlicher und tierischer Produkte mit 114.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 6.000 Menschen in Ausbildung einen Umsatz von 85,6 Milliarden Euro. Landwirte, GĂ€rtner und Winzer sind die Mitglieder und damit EigentĂŒmer der Genossenschaften.
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