Susanne Johna: Kalter Strukturwandel im Krankenhausbereich muss gestoppt werden / Statement der 1. Vorsitzenden des Marburger Bundes
14.03.2024 - 11:47:06Wir erwarten von der Politik, insbesondere vom Bundesgesundheitsminister, dass im Interesse der Patientenversorgung alles dafĂŒr getan wird, die vorhandenen Strukturen zu sichern und im Zuge eines geordneten Prozesses auf der Basis einer zwischen Bund und LĂ€ndern abgestimmten Reform VerĂ€nderungen einzuleiten. Finanzierungszusagen, die sich auf das Jahr 2026 beziehen, können jetzt drohende Insolvenzen von KrankenhĂ€usern, die fĂŒr die Versorgung auch in Zukunft dringend gebraucht werden, nicht abwenden.
Wir brauchen funktionale, bedarfsgerechte Strukturen fĂŒr die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Nur durch Planungssicherheit und attraktive Arbeitsbedingungen wird es dauerhaft gelingen, Ărztinnen und Ărzte sowie PflegefachkrĂ€fte in der Krankenhausversorgung zu halten und neu hinzu zu gewinnen. Bund und LĂ€nder sind daher gemeinsam gefordert, eine Finanz- und Strukturreform auf den Weg zu bringen, die an den gegenwĂ€rtigen und zukĂŒnftigen Versorgungsnotwendigkeiten ausgerichtet ist und die Tariflohnsteigerungen genauso wie die erhöhten Sachkosten zeitnah gegenfinanziert.
Jede weitere Verzögerung des Reformprojekts wird die aktuell schwierige Lage zusĂ€tzlich verschĂ€rfen. Die Verunsicherung fĂŒhrt schon jetzt zu einem Investitionsstillstand in vielen Kliniken sowohl bei den Strukturen als auch beim Personal. Die KrankenhĂ€user mĂŒssen wissen, was sie erwartet und sie mĂŒssen darauf vertrauen können, dass die Politik sie nicht im Regen stehen lĂ€sst, wenn ihnen das Wasser schon bis zum Hals reicht.
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