Gesundheitspolitik, Pharmaindustrie

Neuer Krisenherd im Nahen Osten: Ein weiteres Sicherheitsrisiko fĂŒr unsere Arzneimittelversorgung?!

03.03.2026 - 13:43:50 | presseportal.de

Berlin - Die militĂ€rische Eskalation im Nahen Osten kann zu einer weiteren Gefahr fĂŒr die Arzneimittelversorgung Europas werden. Davor warnt der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und legt mit einem Zehn-Punkte-Plan seiner neuen Sicherheitsstrategie dar, wie die Arzneimittelversorgung resilienter werden kann. "Wir sind in der Arzneimittelversorgung abhĂ€ngig von Asien, insbesondere von China. Die Sicherheit der Seewege ist deshalb einer der neuralgischen Punkte, um diese Versorgung zu gewĂ€hrleisten", erklĂ€rt BPI-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Kai Joachimsen. "Jede politische Krise entlang der Handelsroute zwischen Asien und Europa ist ein Risikofaktor. Die aktuelle Eskalation erhöht das generelle Sicherheitsrisiko dramatisch", so Joachimsen weiter. "Deutschland und Europa sind in der Arzneimittelversorgung auf solche Krisen nicht ausreichend vorbereitet. Wir sind verwundbar!"

Neuer Krisenherd im Nahen Osten: Ein weiteres Sicherheitsrisiko fĂŒr unsere Arzneimittelversorgung?! - Foto: presseportal.de
Neuer Krisenherd im Nahen Osten: Ein weiteres Sicherheitsrisiko fĂŒr unsere Arzneimittelversorgung?! - Foto: presseportal.de

Die Seehandelsroute Asien - Europa wird von den Reedereien aufgrund der aktuellen Ereignisse auf der Teilstrecke durch das Rote Meer als hochriskant eingestuft und von einigen Gesellschaften bereits nicht mehr befahren. Eine alternative Route um das Kap der Guten Hoffnung dauert nach Angaben der Schifffahrtsgesellschaften zehn bis 14 Tage lÀnger und ist wesentlich teurer.

FĂŒr mehr Sicherheit in der Versorgung Europas mit Arzneimitteln fordert der BPI-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer ein neues Denken: "Gesundheitspolitik ist Standortpolitik ist Sicherheitspolitik! Konkret heißt das: Keine zusĂ€tzlichen Belastungen fĂŒr die Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, sondern Entlastungen, damit mehr KapazitĂ€ten fĂŒr Entwicklung und Produktion in Deutschland und Europa geschaffen werden können."

Der BPI hat eine Sicherheitsstrategie vorgelegt, die neben einer Analyse der Situation einen Zehn-Punkte-Plan enthÀlt, wie die Arzneimittelversorgung resilienter werden kann und sich Deutschland besser auf Krisen und Konflikte vorbereiten kann. Das Ziel dieser Strategie fasst Kai Joachimsen so zusammen: "Wir brauchen mehr VersorgungssouverÀnitÀt - dringend!"

Pressekontakt:

Laura Perotti (Kommissarische Pressesprecherin),
Tel. 030 27909-131, presse@bpi.de

Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie ĂŒbermittelt durch news aktuell

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