Deutsche Kreditwirtschaft legt Schwerpunktthemen 2026 fest / Kolak: Europa kann wirtschaftliche StÀrke nur behaupten, wenn StabilitÀt, WettbewerbsfÀhigkeit und InvestitionsfÀhigkeit zusammenwirken
12.01.2026 - 13:20:14"Europa kann wirtschaftliche StĂ€rke nur behaupten, wenn StabilitĂ€t, WettbewerbsfĂ€higkeit und InvestitionsfĂ€higkeit zusammenwirken", betont Marija Kolak, PrĂ€sidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und in diesem Jahr federfĂŒhrend fĂŒr die DK. "Eine leistungsfĂ€hige Kreditwirtschaft ist dafĂŒr unverzichtbar. Banken und Sparkassen finanzieren Immobilien, die deutsche Wirtschaft sowie die öffentliche Hand und Infrastruktur. Sie ermöglichen so Transformation und sichern damit ArbeitsplĂ€tze und Wohlstand in unserem Land. Wir tragen dazu bei, dass Banken diese Rolle auch in Zukunft erfĂŒllen können."
Die VerstĂ€ndigung ĂŒber das gemeinsame Arbeitsprogramm der DK erfolgte im Rahmen eines Auftakttreffens der fĂŒnf VerbandsprĂ€sidenten im Hause des BVR in Berlin. Neben Marija Kolak sind das Christian Sewing (BdB), Ulrich Reuter (DSGV), Thomas GroĂ (VĂB) und Gero Bergmann (vdp).
Die drei Schwerpunkte spiegeln zentrale Herausforderungen des europĂ€ischen Finanzstandortes wider. Erstens gilt es, die Finanzmarktregulierung so weiterzuentwickeln, dass relevante Risiken adressiert werden, ohne durch unnötige KomplexitĂ€t Kapital zu binden oder das derzeitige Kapitalniveau weiter zu erhöhen und so GeschĂ€ftsmodelle zu lĂ€hmen. Eine bessere und einfachere Regulierung sowie ProportionalitĂ€t mĂŒssen stĂ€rker in den Mittelpunkt rĂŒcken, um die LeistungsfĂ€higkeit der Institute zu sichern. Zweitens will die DK zur digitalen und finanziellen SouverĂ€nitĂ€t Europas beitragen - mit sicheren Infrastrukturen, resilienten DatenrĂ€umen und fairen Regeln fĂŒr Wettbewerb, Haftung und ZugĂ€nge. Drittens sollen die europĂ€ischen KapitalmĂ€rkte gestĂ€rkt werden, damit Sparen, Investieren und Vorsorgen besser miteinander verbunden werden können.
Die digitale und finanzielle SouverĂ€nitĂ€t Europas sind strategische Voraussetzungen fĂŒr die wirtschaftliche StĂ€rke unseres Kontinents geworden. FĂŒr den europĂ€ischen Zahlungsverkehr steht mit EPI/wero bereits ein privatwirtschaftliches Instrument zur VerfĂŒgung, das europĂ€ische SouverĂ€nitĂ€t in diesem Bereich stĂ€rkt. "Ein digitaler Euro kann hier ein weiterer Baustein fĂŒr mehr Resilienz sein, wenn er sich in die bestehende europĂ€ische Infrastruktur integriert. Europa entscheidet nicht nur ĂŒber ein neues Zahlungsmittel, sondern ĂŒber wirtschaftliche HandlungsfĂ€higkeit", sagt Marija Kolak. "Deshalb ist die Ausgestaltung entscheidend. Der digitale Euro darf privatwirtschaftliche Lösungen nicht ersetzen, sondern muss sie ergĂ€nzen", so die BVR-PrĂ€sidentin weiter.
Mit ihrem Arbeitsprogramm bringt die DK die Perspektive der gesamten deutschen Kreditwirtschaft in den politischen und regulatorischen Prozess ein und setzt Impulse fĂŒr einen leistungsfĂ€higen Finanzstandort.
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