Private Hochschulen: Unternehmen schÀtzen praxisnahe Ausbildung
07.05.2024 - 11:30:07Private Hochschulen boomen, zeigt eine neue IW-Studie, die gemeinsam mit dem Verband Privater Hochschulen (VPH) entstanden ist: Im Wintersemester 2023/24 studierte mehr als einer von acht Studentinnen und Studenten privat, insgesamt rund 373.000 Menschen. Im Jahr 2000 waren es noch nicht einmal 25.000 Personen.
Damit sind die Privaten Hochschulen lĂ€ngst in der Breite angekommen. Das zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt: Jedes vierte Unternehmen hat in den vergangenen fĂŒnf Jahren einen Absolventen einer Privaten Hochschule beschĂ€ftigt. Bei Unternehmen mit einem Akademikeranteil von ĂŒber zehn Prozent war es sogar jedes zweite.
Unternehmen schÀtzen hohen Praxisbezug
Die Firmen, die Erfahrung mit Absolventen Privater Hochschulen gesammelt haben wissen, was sie daran haben. Das belegt das IW-Personalpanel, fĂŒr das ĂŒber 700 Unternehmen befragt wurden. Als besondere StĂ€rke bewerten die Personalverantwortlichen die NĂ€he des Studiums zum beruflichen Alltag: Gut 48 Prozent schĂ€tzen den hohen Praxisbezug, mehr als 47 Prozent sind der Ansicht, dass die Privaten Hochschulen einen schnellen Berufseinstieg ermöglichen.
"Wir sind kein Gegenentwurf zu staatlichen Hochschulen, sondern eine ErgĂ€nzung des Bildungsbereichs mit maĂgeschneiderten Angeboten fĂŒr Studierende mit speziellen Erwartungen an flexible Studienformate, besondere Inhalte oder Didaktikformate", erklĂ€rt Prof. Dr. Ottmar Schneck, Vorstandsvorsitzender des VPH.
Der Grund: Die Privaten Hochschulen können ihre LehrplÀne flexibler und innovativ an den Bedarf am Arbeitsmarkt anpassen - dazu gehört auch, dass viele StudiengÀnge berufsbegleitend absolviert werden können. Das ist umso wichtiger, weil immer weniger Menschen eine Ausbildung machen, bei der die PraxisnÀhe direkt angelegt wÀre.
Wichtiger SchlĂŒssel gegen FachkrĂ€ftemangel
Damit sind die Privaten Hochschulen in einer SchlĂŒsselposition, um den drĂ€ngenden wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. DafĂŒr mĂŒssen die Vorteile der Privaten Hochschulen auch die Unternehmen erreichen, die bisher noch keine der Absolvent:innen beschĂ€ftigten: "Angesichts des FachkrĂ€ftemangels wird die StĂ€rke der Privaten Hochschulen immer wichtiger, junge Menschen schnell ins Berufsleben zu integrieren", sagt IW-Ăkonom Dr. Matthias Diermeier. "Die Privaten Hochschulen setzen damit heute schon um, was sich die Personalabteilungen konkret wĂŒnschen."
Das vollstÀndige Gutachten zur Studie ist hier abrufbar.
FĂŒr Interviewanfragen stehen wir Ihnen gern zur VerfĂŒgung.
Pressekontakt:
Claudia Göbel
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