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Betriebliche Vorsorge: Nur 37% haben Altersversicherung, 51% bekommen kein Angebot

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 04:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nur 37 Prozent der Beschäftigten haben eine betriebliche Altersvorsorge. Über die Hälfte erhält gar kein Angebot vom Arbeitgeber.

Continentale-Studie 2026: Große Lücken bei betrieblicher Vorsorge
Ein moderner, aufgeräumter Schreibtisch in einem Büro, der das Thema betriebliche Vorsorge und Absicherung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nur ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer hat eine betriebliche Altersvorsorge. Das zeigt die aktuelle Continentale-Studie 2026. Besonders bei Berufsunfähigkeit klafft eine riesige Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Angebot fehlt bei jedem Zweiten

Lediglich 37 Prozent der Berufstätigen verfügen über eine betriebliche Altersvorsorge (bAV). Die repräsentative Studie befragte dafür 1.387 Personen ab 18 Jahren, darunter 823 Erwerbstätige. 14 Prozent lehnten ein bestehendes Angebot aktiv ab. Die große Überraschung: 51 Prozent der Beschäftigten bekamen gar kein Angebot vom Arbeitgeber.

Noch dünner sieht es bei anderen betrieblichen Versicherungen aus:

  • Betriebliche Unfallversicherung (bUV): 13 Prozent
  • Betriebliche Krankenversicherung (bKV): 11 Prozent
  • Betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung (bBU): 8 Prozent

Informationsdefizit als Hauptproblem

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Die Studienautoren sehen die Ursache vor allem in mangelnder Aufklärung. Rund die Hälfte der Beschäftigten weiß nicht über die Möglichkeiten im Betrieb Bescheid. Jürgen Wörner, Vorstand der Continentale, sieht großes Potenzial in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Dort fehle es oft an passenden Vorsorgelösungen.

Dabei profitieren beide Seiten: Arbeitnehmer schließen Versorgungslücken, Arbeitgeber binden ihre Mitarbeiter.

Junge Generation zeigt Bewusstsein

Besonders interessant: Die 18- bis 29-Jährigen stufen eine Berufsunfähigkeitsversicherung als unverzichtbar ein. Dieses Risikobewusstsein schlägt sich aber noch nicht in den Abschlüssen nieder.

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Zusätzlichen Schub könnte die geplante GKV-Reform bringen. Die Continentale erwartet, dass Arbeitgeber die betriebliche Krankenversicherung verstärkt als Benefit einsetzen. Damit ließen sich Leistungskürzungen oder steigende Zusatzbeiträge abfedern.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie erscheinen im September 2026. Die Continentale erhebt die Daten bereits seit dem Jahr 2000 jährlich.

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