BlausĂ€ure-Unfall in Strengelbach: Zehn Vergiftete nach GroĂeinsatz
31.05.2026 - 05:10:42 | boerse-global.deZehn Personen mussten nach einer BlausĂ€ure-Vergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden â darunter Polizisten, SanitĂ€ter und Anwohner.
Der Einsatz begann kurz nach 8 Uhr morgens, als die Kantonspolizei zu einer leblosen Person in einer Wohnung gerufen wurde. Was die EinsatzkrÀfte dort vorfanden, war ein gefÀhrliches Szenario: In der Wohnung war hochgiftiges BlausÀuregas (Cyanwasserstoff) freigesetzt worden.
Der Vorfall in Strengelbach zeigt drastisch, wie gefÀhrlich der Umgang mit chemischen Stoffen sein kann. Dieser kostenlose Leitfaden hilft Sicherheitsverantwortlichen, rechtssichere GefÀhrdungsbeurteilungen zu erstellen und schwere UnfÀlle im Umgang mit Gefahrstoffen zu vermeiden. Gratis-E-Book mit praxiserprobten Checklisten jetzt kostenlos sichern
Vergiftungen bei erster Erkundung
Sieben Mitglieder des ersten Einsatztrupps â drei Polizisten, zwei SanitĂ€ter und zwei Angehörige des Verstorbenen â klagten ĂŒber Schwindel, Ăbelkeit und Atembeschwerden. Auch drei Bewohner, darunter zwei Frauen und ein Kind, benötigten medizinische Hilfe. Die 44-jĂ€hrige Anwohnerin Snezana Stanimirovic berichtete von Kopfschmerzen und einem auffĂ€lligen Pfeffergeruch im GebĂ€ude. Alle zehn Betroffenen wurden umgehend ins Spital gebracht.
Die Feuerwehr rĂŒckte mit einem speziellen Chemiewehr-Zug an, unterstĂŒtzt von der Kantonalen Katastrophen-Einsatzleitung (KKE) und dem Institut fĂŒr Rechtsmedizin. Die Experten identifizierten den Stoff als BlausĂ€ure â ein extrem schnell wirkendes Gift, das innerhalb weniger Minuten zum Tod fĂŒhren kann. Der Stoff ist fĂŒr die breite Ăffentlichkeit nicht zugĂ€nglich und benötigt eine spezielle Genehmigung fĂŒr den Einsatz in Chemie- oder Industrieanlagen.
Evakuierung und Entwarnung
Die EinsatzkrĂ€fte evakuierten zwei MehrfamilienhĂ€user und sperrten das Gebiet weitrĂ€umig ab. Der Verkehr wurde umgeleitet. Bis 16 Uhr am Freitag hatten die Spezialisten die Dekontamination abgeschlossen â die Gefahr war gebannt. Die meisten Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurĂŒckkehren, mit Ausnahme der betroffenen Wohnung. Bereits am Samstag waren neun der zehn hospitalisierten Personen wieder aus dem Spital entlassen.
UnfĂ€lle mit Gefahrstoffen sind ein kritisches Risiko fĂŒr jedes Unternehmen und erfordern fundiertes Fachwissen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Profis im Arbeitsschutz ihre Belegschaft beim Umgang mit Gefahrstoffen schĂŒtzen und rechtssichere Dokumentationen erstellen. BewĂ€hrtes Fachwissen und Checklisten als kostenlosen Download anfordern
Ermittlungen zum Todesfall
Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm hat ein Verfahren eingeleitet. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelt es sich um einen Suizid: Ein alleinstehender Mann Mitte 80 hatte sich mit dem Gift das Leben genommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Verstorbene aufgrund seiner frĂŒheren TĂ€tigkeit in der Chemieindustrie Zugang zu der hochgiftigen Substanz hatte. Eine Gefahr fĂŒr die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, so die Behörden. Die Ermittlungen dauern an.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
