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BMW streicht 8.000 Stellen: FĂŒnf Prozent der Belegschaft betroffen

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Adidas ernennt neue Finanzchefin bei Rekordumsatz, wÀhrend BMW 8.000 Stellen streicht und BASF den Sparkurs verschÀrft. Der Frauenanteil in VorstÀnden stagniert.

Adidas mit Rekordumsatz, BMW und BASF bauen Stellen ab
Moderne Glasfassade eines BĂŒrogebĂ€udes im deutschen Finanzviertel bei Sonnenaufgang. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die deutsche Industrie erlebt eine Phase voller GegensĂ€tze. WĂ€hrend Adidas mit RekordumsĂ€tzen und einem FĂŒhrungswechsel glĂ€nzt, kĂ€mpfen BMW und BASF mit massivem Stellenabbau. Zeitgleich stagniert die DiversitĂ€t in den Vorstandsetagen.

Adidas: Neue Finanzchefin und Rekordquartal

Der Sportartikelhersteller Adidas stellt die Weichen fĂŒr die Zukunft. Finanzvorstand Harm Ohlmeyer verlĂ€ngert seinen Vertrag nicht. Als Nachfolgerin berief das Unternehmen Birgit Kretschmer, bisher Finanzchefin bei C&A. Sie soll ihr Amt am 1. Januar 2027 antreten.

Die Personalie kommt mit starken GeschĂ€ftszahlen. Im zweiten Quartal erzielte Adidas einen Rekordumsatz von 6,7 Milliarden Euro – ein wĂ€hrungsbereinigtes Plus von 14 Prozent. Das operative Ergebnis stieg um fĂŒnf Prozent auf 574 Millionen Euro. Treiber waren Performance-Produkte, der Direktvertrieb und die Fußball-WM. Das Unternehmen hob die Jahresprognose an.

BMW streicht 8.000 Stellen – BASF setzt Sparkurs fort

Ganz anders die Lage bei BMW. Der Autobauer kĂŒndigt den Abbau von weltweit 8.000 Stellen an – rund fĂŒnf Prozent der Belegschaft. Grund: Der Absatz in China brach um ein Drittel ein. Hinzu kommen drohende US-Zölle und die schwache Weltkonjunktur. Der Gewinn nach Steuern sank im zweiten Quartal um 35 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. FĂŒr BeschĂ€ftigte außerhalb der Produktion in Deutschland gibt es ein Abfindungsprogramm von Oktober 2026 bis Ende 2027.

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Der Chemiekonzern BASF fÀhrt ebenfalls weiter Personal ab. Seit Anfang 2024 strich das Unternehmen weltweit bereits 7.000 Stellen. Im Stammwerk Ludwigshafen fiel die Zahl der Vollzeitstellen erstmals seit 1954 unter 30.000. Trotzdem steigerte BASF den Umsatz im zweiten Quartal auf 17,2 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA legte auf 2,4 Milliarden zu. Bis Jahresende will der Konzern die Fixkosten um 2,3 Milliarden Euro senken.

Frauenanteil in VorstÀnden stagniert

Ein Blick auf die 183 wichtigsten börsennotierten Unternehmen zeigt: In den Chefetagen tut sich wenig. Der Frauenanteil in VorstĂ€nden sank leicht auf 19,1 Prozent – im Vorjahr waren es noch 19,9 Prozent. In 73 Unternehmen sind die VorstĂ€nde weiterhin rein mĂ€nnlich besetzt.

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Bei den 40 DAX-Konzernen liegt der Wert mit 26 Prozent höher. Allerdings fĂŒhren nur drei Frauen einen DAX-Konzern. In den AufsichtsrĂ€ten ist die Entwicklung weiter: Hier liegt der Frauenanteil bei 37 Prozent. 139 der 183 Unternehmen erfĂŒllen die gesetzliche Quote von 30 Prozent.

Personalrochade bei SAP, N26 und Audius

Auch in der Software- und Fintech-Branche gibt es Bewegung. SAP verlĂ€ngerte den Vertrag von PersonalvorstĂ€ndin Gina Vargiu-Breuer vorzeitig bis Januar 2030. Bei der Neobank N26 steht ein Wechsel an: Finanzvorstand Arnd Schwierholz legt sein Amt Ende August nieder. Übergangsweise ĂŒbernimmt das operative Vorstandsmitglied Aytac Aydin. Seit April 2026 hat CEO Mike Dargan bereits vier Spitzenpositionen neu besetzt.

Der IT-Dienstleister Audius SE meldet ebenfalls eine VerĂ€nderung. Matthias Kraft verlĂ€sst den Vorstand zum 31. August. Seine Nachfolge tritt Dr. Stephan Weidner an, bisher Chef der Tochter CompuSafe. KĂŒnftig verteilt sich die Verantwortung auf vier Vorstandsmitglieder – das soll die strategische Ausrichtung sichern.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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