Klaus Tenbrock von der praemium Gruppe erklĂ€rt das âNetto-Problemâ: Warum Mitarbeitende Benefits ablehnen, obwohl sie sinnvoll sind
Veröffentlicht am: 02.03.2026 um 09:00 Uhr | presseportal.de
Steigende Betriebsausgaben, ein angespannter Arbeitsmarkt und zunehmende regulatorische Vorgaben erhöhen den Handlungsdruck im Mittelstand. HR-Verantwortliche und GeschĂ€ftsleitungen mĂŒssen ihre ArbeitgeberattraktivitĂ€t stĂ€rken, ohne die wirtschaftliche StabilitĂ€t zu gefĂ€hrden. Reine Gehaltserhöhungen sind selten nachhaltig finanzierbar, klassische Benefits entfalten oft nicht die gewĂŒnschte Wirkung. Gerade in der betrieblichen Altersvorsorge bleiben Beteiligungsquoten teilweise bei lediglich 10 bis 20 Prozent â trotz erheblichem internen Aufwand. FĂŒr Entscheider entsteht daraus ein strukturelles Problem: Ressourcen werden gebunden, ohne dass eine belastbare Bindungswirkung entsteht. âWenn Vorsorgemodelle von der Belegschaft nicht angenommen werden, verlieren Unternehmen nicht nur Geld, sondern strategische GlaubwĂŒrdigkeitâ, warnt Klaus Tenbrock, GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer der praemium Gruppe.
FĂŒr Klaus Tenbrock liegt der entscheidende Ansatzpunkt deshalb nicht in noch komplexeren Produkten, sondern in einer strategischen Neuausrichtung der VergĂŒtungsstruktur. Als einer der prĂ€genden Experten fĂŒr Nettolohnoptimierung in Deutschland beschĂ€ftigt er sich seit Jahren mit der Frage, wie sich betriebliche Altersvorsorge, VergĂŒtungsmodelle und Unternehmensfinanzierung systemisch verbinden lassen. Im Zentrum steht dabei ein versicherungsfreier Ansatz, der Akzeptanz auf Mitarbeiterebene mit finanzieller StabilitĂ€t auf Unternehmensseite verknĂŒpft. âMitarbeiterbindung funktioniert nur dann nachhaltig, wenn wirtschaftliche Vernunft und individuelle Vorteilhaftigkeit zusammenkommenâ, so Tenbrock. Aus der Zusammenarbeit mit zahlreichen mittelstĂ€ndischen Unternehmen weiĂ er, woran klassische Modelle scheitern und welche strukturellen Anpassungen erforderlich sind, damit Benefits ihre Wirkung tatsĂ€chlich entfalten.
Das âNetto-Problemâ: Warum Akzeptanz im Portemonnaie entschieden wird
Im Zentrum vieler Vorsorgemodelle steht die Entgeltumwandlung. Was auf dem Papier steuerlich effizient wirkt, fĂŒhrt im Alltag zu einer spĂŒrbaren VerĂ€nderung des monatlichen Nettoeinkommens. FĂŒr Mitarbeitende zĂ€hlt in diesem Moment weniger die spĂ€tere Leistung als der unmittelbare Blick auf den Lohnzettel. Psychologisch wiegt ein heutiger Verzicht schwerer als ein zukĂŒnftiger Vorteil. Wird das verfĂŒgbare Einkommen reduziert, entsteht schnell das GefĂŒhl eines unmittelbaren Verlusts, unabhĂ€ngig davon, wie sinnvoll das Modell langfristig sein mag.
Nach Beobachtung von Klaus Tenbrock liegt genau hier der Kern des Problems. âSolange Mitarbeitende einen spĂŒrbaren Nettoabzug wahrnehmen, bleibt jede noch so gut gemeinte Vorsorgelösung erklĂ€rungsbedĂŒrftig und hĂ€ufig unattraktivâ, betont der GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer der praemium Gruppe. Aus seiner Beratungspraxis weiĂ er: Nicht fehlende Information entscheidet ĂŒber niedrige Teilnahmequoten, sondern die Wirkung im Portemonnaie. An dieser Stelle fĂ€llt die Entscheidung fĂŒr oder gegen einen Benefit.
Das strukturelle Defizit klassischer Modelle
Neben der Akzeptanzfrage auf Mitarbeiterebene zeigt sich auch auf Unternehmensseite ein strukturelles Problem. BeitrĂ€ge zur betrieblichen Altersvorsorge werden hĂ€ufig ĂŒber klassische Direktversicherungen abgewickelt â die eingezahlten Mittel flieĂen damit unmittelbar an externe Versicherer ab und stehen dem Unternehmen nicht mehr zur VerfĂŒgung. Es entsteht ein dauerhafter Kapitalabfluss, wĂ€hrend Investitionen, Innovationsprojekte oder der Schuldenabbau aus anderen Quellen finanziert werden mĂŒssen. Gleichzeitig mindern VersicherungsgebĂŒhren und zurĂŒckhaltende Verzinsungsmodelle die Effizienz der eingebrachten BeitrĂ€ge.
Hinzu kommt eine organisatorische Trennung: HR betrachtet Benefits primĂ€r unter dem Gesichtspunkt der ArbeitgeberattraktivitĂ€t, Finance unter Kosten- und LiquiditĂ€tsaspekten. Dadurch werden Vorsorgemodelle selten als Bestandteil der Gesamtstrategie verstanden. Das Ergebnis ist ein strukturelles Ungleichgewicht â auf Mitarbeiterebene bleibt die Teilnahme begrenzt, auf Unternehmensebene gehen finanzielle SpielrĂ€ume verloren. Das âNetto-Problemâ erweist sich damit nicht nur als psychologische HĂŒrde, sondern als systemische SchwĂ€che klassischer Modelle.
Der Nettoausgleich als zentraler Akzeptanzhebel
Liegt die HĂŒrde im wahrgenommenen Nettoverlust, muss die Lösung genau dort ansetzen. Ein wirksames Vorsorgekonzept zielt deshalb darauf ab, das verfĂŒgbare Einkommen trotz Entgeltumwandlung möglichst stabil zu halten. Bleibt der spĂŒrbare Einschnitt im Alltag aus, steigt die Bereitschaft zur Teilnahme deutlich.
Entscheidend ist dabei kein weiteres Standardprodukt, sondern eine strukturelle Anpassung der VergĂŒtungssystematik. Im Rahmen der Nettolohnoptimierung wird die GesamtvergĂŒtung individuell analysiert und mithilfe von mehr als 25 steuerfreien oder steuerbegĂŒnstigten Bausteinen neu strukturiert â etwa durch ZuschlĂ€ge, SachbezĂŒge oder andere gesetzlich zulĂ€ssige Komponenten. Richtig kombiniert, können sie den Nettoeffekt einer Entgeltumwandlung vollstĂ€ndig ausgleichen. âSobald Mitarbeitende erkennen, dass ihre Altersvorsorge nicht zu Lasten des laufenden Nettoeinkommens geht, steigt die Teilnahmequote deutlichâ, erlĂ€utert Klaus Tenbrock von der praemium Gruppe. Der Unterschied liegt damit nicht im Produktwechsel, sondern im Strukturwechsel. Wird der Nettoausgleich konsequent berĂŒcksichtigt, entsteht echte Bindungswirkung, weil individueller Vorteil und wirtschaftliche Vernunft erstmals zusammenfallen.
Die pauschaldotierte UnterstĂŒtzungskasse als systemische Lösung
Damit Akzeptanz auf Mitarbeiterebene und finanzielle StabilitĂ€t auf Unternehmensseite zusammengefĂŒhrt werden, braucht es eine integrierte Struktur. Genau hier setzt die pauschaldotierte UnterstĂŒtzungskasse an. Anders als bei klassischen Versicherungsmodellen verbleiben die BeitrĂ€ge im Unternehmen und stehen zum Beispiel fĂŒr Investitionen, Innovationsvorhaben oder den Abbau von Verbindlichkeiten zur VerfĂŒgung â es gibt keine regulatorischen Restriktionen. Die Auszahlung an die Mitarbeitenden erfolgt erst im Versorgungsfall, wĂ€hrend ihre Anwartschaften ĂŒber den Pensions-Sicherungs-Verein gesetzlich abgesichert sind.
In Verbindung mit der Nettolohnoptimierung entsteht daraus das von Klaus Tenbrock entwickelte Easy-Konzept. Es verbindet den Nettoausgleich auf Mitarbeiterebene mit einem unternehmerischen Finanzierungsinstrument. Betriebliche Altersvorsorge wird damit nicht isoliert verwaltet, sondern als Bestandteil einer integrierten VergĂŒtungs- und Finanzstrategie verstanden. Der Unterschied liegt in der Systematik: Akzeptanz und LiquiditĂ€t werden nicht gegeneinander ausgespielt, sondern strategisch miteinander verknĂŒpft.
Strategischer Mehrwert fĂŒr HR, Finance und GeschĂ€ftsfĂŒhrung
Wird das Easy-Konzept konsequent umgesetzt, gewinnt betriebliche Altersvorsorge eine neue Funktion im Unternehmen. FĂŒr HR bedeutet das vor allem höhere Akzeptanz statt dauerhafter Ăberzeugungsarbeit. Bleibt das Netto stabil, wird Vorsorge als Mehrwert wahrgenommen, nicht als Verzicht.
Auf Finanzseite entsteht ein klarer Steuerungsvorteil: Die BeitrĂ€ge verbleiben im Unternehmen und stĂ€rken die planbare Innenfinanzierung. Vorsorge wird damit vom Kostenfaktor zu einem Instrument aktiver LiquiditĂ€tssteuerung. FĂŒr die GeschĂ€ftsfĂŒhrung schlieĂlich greifen Mitarbeiterbindung, Finanzstruktur und VergĂŒtungssystem ineinander. Dass dieser Ansatz tragfĂ€hig ist, belegen ĂŒber 100 neu umgesetzte Mandate im Jahr 2024. Wirtschaftliche StabilitĂ€t und nachhaltige Mitarbeiterbindung stehen damit nicht lĂ€nger im Widerspruch, sondern ergĂ€nzen sich.
Sie möchten ebenfalls FachkrĂ€fte binden, LiquiditĂ€t sichern und zugleich in moderne Altersvorsorge investieren? Dann kontaktieren Sie Klaus Tenbrock und die praemium Gruppe â fĂŒr ein unverbindliches BeratungsgesprĂ€ch zum âEasy-Konzeptâ.
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