Verhaltene Erwartungen in der Consultingbranche
04.07.2024 - 14:18:25Aktuelle GeschÀftslage
Die aktuelle GeschĂ€ftslage bewerten 74 Prozent der befragten 309 Beratungen ĂŒber Budget bzw. im Plan - gegenĂŒber 86 Prozent im 1. Quartal 2024. Besonders auffĂ€llig ist in diesem Quartal die EinschĂ€tzung der Beratungen mit 10-50 Mio. Euro Umsatz: 32 Prozent geben die aktuelle GeschĂ€ftslage als unter Budget an - im ersten Quartal waren es lediglich 16 Prozent.
Bei den Beratungsbereichen ist der GeschĂ€ftsklimaindex im Vergleich zum 1. Quartal 2024 nur im Bereich Sanierungsberatung gestiegen, wobei der Anteil der Sanierungsberatung am Gesamtmarkt nur zwei Prozent betrĂ€gt. Hier liegt der Index mittlerweile 21,4 Punkte ĂŒber dem Durchschnitt. Der GeschĂ€ftsklimaindex in der IT-Beratung ist im Vergleich zu allen anderen betrachteten Beratungsfeldern am stĂ€rksten gefallen. Dieser liegt nun bei 89,1 und bĂŒĂt somit 9,8 Punkte zum ersten Quartal 2024 ein. In Bezug auf die Kundenbranchen heben die Befragten die aktuelle Nachfragesituation speziell aus den Bereichen Versicherungswesen und Public Sector positiv hervor.
Verhalten optimistische GeschÀftsaussichten
Im Hinblick auf die kommenden sechs Monate bewerten alle Umsatzklassen die Situation verhalten positiv. 80 Prozent der Unternehmen sehen gĂŒnstigere oder gleichbleibende Aussichten, wobei bei den Beratungen mit mehr als 10 Mio. Euro Umsatz eine skeptische EinschĂ€tzung zu verzeichnen ist.
VielfÀltiger Einfluss von KI auf die Branche
Aktuell setzen vor allem groĂe Beratungen bei der Automatisierung von Routineaufgaben (77 Prozent) und der Datenaufbereitung (73 Prozent) auf die UnterstĂŒtzung von KI bei internen Prozessen. 88 Prozent der befragten Unternehmen planen den Einsatz von KI in ihren internen Prozessen auch in Zukunft zu erweitern.
Die Integration von KI in Entscheidungsprozesse wird nach EinschĂ€tzung der Beratungsunternehmen zu besseren und schnelleren strategischen Entscheidungen fĂŒhren, wodurch Unternehmensberatungen einen höheren Mehrwert fĂŒr ihre Kunden bieten können. Rund ein Drittel der Unternehmen gibt an, dass der Einsatz von KI die Kosten reduziert hat - im Durchschnitt um sechs Prozent.
In der Mitarbeitendenstruktur fĂŒhrt KI zu unterschiedlichen Auswirkungen: Auch wenn Backoffice-TĂ€tigkeiten durch KI ersetzt werden können (76 Prozent Zustimmung), so sind nur 24 Prozent der Befragten ĂŒberzeugt, dass weniger Hochschulabsolventen benötigt werden.
Ăber den BDU e.V.: Im Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V. sind aktuell rund 600 Unternehmen mit 19.000 Beraterinnen und Beratern organisiert. Damit zĂ€hlt der BDU weltweit zu den drei fĂŒhrenden Wirtschafts- und BerufsverbĂ€nden der Consultingwirtschaft.
Zur Systematik: Der an die Systematik des ifo-Instituts angelehnte BDU-GeschÀftsklimaindex (GKI) erscheint quartalsweise und bildet die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Erwartungen der Branche an die geschÀftliche Entwicklung ab.
GröĂenklassen: Der BDU-GeschĂ€ftsklimaindex ordnet die Beratungen in die fĂŒnf Kategorien GroĂe Beratungen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro, MittelgroĂe Beratungen (1 bis 10 Millionen bzw. 10 bis 50 Millionen Euro) sowie Kleinere Beratungen (1 Million bis 250.000 bzw. unter 250.000 Euro).
Beratungsfelder: Organisations- und Prozessberatung, Strategieberatung, IT-Beratung, HR-Beratung, Sanierungsberatung
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