Woidke: Wachstumschancengesetz muss nachgebessert werden
06.02.2024 - 09:50:59 | dpa.deIm Deutschlandfunk nannte der SPD-Politiker am Dienstag zwei GrĂŒnde dafĂŒr, warum das Gesetz es noch nicht durch den Bundesrat geschafft hat. Ein Grund sei, dass die LĂ€nder den gröĂten Anteil des Geldes bezahlen sollen, was zwar aus Bundessicht aufgrund der finanziellen Situation verstĂ€ndlich sei. "Aber die LĂ€nder erwarten dann zumindest, dass sie vorher danach gefragt werden, was denn im Wachstumschancengesetz passieren soll", sagte Woidke am Dienstag im Deutschlandfunk.
Zudem seien einige vorgesehene MaĂnahmen fĂŒr viele LĂ€nder gar nicht relevant. Als Beispiel nannte Woidke die Industrieforschungsförderung. "Und ich hĂ€tte mir schon gewĂŒnscht, wie bei vielen anderen Sachen auch, dass die LĂ€nder, wenn sie denn schon mitbezahlen sollen, einfach frĂŒhzeitig mit eingebunden werden, wir gemeinsam darĂŒber reden, was da vernĂŒnftig ist und was nicht vernĂŒnftig ist. Und das Wachstumschancengesetz in der heutigen Form ist so nicht vernĂŒnftig."
Das Wachstumspaket der Ampel-Koalition zum Ankurbeln der stagnierenden deutschen Wirtschaft wurde vom Bundesrat in den Vermittlungsausschuss geschickt. Das Gesetz sieht steuerliche Entlastungen fĂŒr Unternehmen bis 2028 und eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren vor. Die Entlastungen sollen jĂ€hrlich sieben Milliarden Euro betragen. Das Gesetz enthĂ€lt zudem steuerliche Anreize, um den kriselnden Wohnungsbau anzukurbeln. Auch zusĂ€tzliche steuerliche Impulse fĂŒr mehr Forschung sind vorgesehen.
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