Brandschutzhelfer, Kitas

Brandschutzhelfer in Kitas und Schulen: Meist reichen fünf Prozent der Belegschaft

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 05:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der zweistündige Ausbildungsabend in Böblingen richtet sich an Interessierte mit unterschiedlicher Erfahrung im Sanitätsdienst.
Ein heller, leerer Schulungsraum für medizinische Übungen mit ordentlich aufgestellten Stühlen und vorbereiteter Ausrüstung. Illustration mit AI erstellt.

Die DRK-Bereitschaft Böblingen richtet im DRK-Ausbildungszentrum Böblingen in der Stuttgarter Straße 12–14 einen fachspezifischen Ausbildungsabend aus. Wie die Organisation in einem Bericht vom 29. Oktober 2026 mitteilt, widmet sich die zweistündige Veranstaltung von 20:00 bis 22:00 Uhr dem Themenbereich des Sanitätsdienstes (SAN).

Das Qualifizierungsangebot richtet sich an ein gestaffeltes Teilnehmerfeld vom Einsteiger bis zur erfahrenen Einsatzkraft: Sowohl Anfänger und Sanitätshelfer als auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notfallsanitäter werden angesprochen.

Eine vorherige Voranmeldung ist nicht erforderlich, neue Interessierte sind ausdrücklich willkommen. Für organisatorische Rückfragen steht die Bereitschaftsleitung per E-Mail zur Verfügung.

Fortbildungen und Sanitätslehrgänge im Rettungswesen

Das Schulungsangebot in Böblingen fügt sich in regelmäßige Ausbildungsinitiativen von Hilfsorganisationen ein, die theoretische und praktische Handlungssicherheit vermitteln.

So bietet auch die DRK-Bereitschaft Mörfelden fortlaufende Dienstabende im dortigen DRK-Heim in der Annastraße 27 an, die jeweils donnerstags von 20:00 bis 22:00 Uhr stattfinden. Teilnehmende ab 16 Jahren können dort ohne Anmeldung Kenntnisse in Medizin, Technik und Einsatztaktik vertiefen.

Für eine strukturierte Qualifikation im Sanitätsbereich sorgt zudem der Ortsverband München-Land der Johanniter-Unfall-Hilfe mit einem Sanitätshelferlehrgang in Riemerling (Hohenbrunn). Die Präsenztrainings beginnen im Januar 2027 und erstrecken sich vom 13. Januar bis zum 6. Februar 2027 über sieben Termine, jeweils mittwochs von 17:00 bis 21:00 Uhr sowie samstags von 9:00 bis 17:00 Uhr.

Der Kurs umfasst 48 Unterrichtseinheiten kombiniert mit E-Learning. Vorausgesetzt werden dafür ein Mindestalter von 16 Jahren sowie ein absolvierter Erste-Hilfe-Kurs im Umfang von neun Unterrichtseinheiten, der nicht älter als ein Jahr sein darf.

Erste Hilfe, Katastrophenschutz und betriebliche Sicherheitsstandards

Neben fortgeschrittenen Sanitätsausbildungen stehen Grundlagen im Zivilschutz und in der Notfallvorsorge im Fokus. Die Johanniter-Unfall-Hilfe bietet in Bad Nauheim am 16. November von 17:00 bis 19:30 Uhr das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finanzierte Kursmodul „Vorbeugung und Reaktion im Zivilschutz und Katastrophenfall“ an.

Die Schulung behandelt Aspekte wie Lebensmittelbevorratung und Hilfsmittel wie Kurbelradios. Auch in Esslingen organisieren die Johanniter kostenlose Kurse zur Notfallbevorratung und Ausstattung für den Katastrophenfall.

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Auf lokaler Ebene führt das DRK Dühren am 20. November von 8:30 bis 16:15 Uhr eine Erste-Hilfe-Grundausbildung im Bürgersaal für betriebliche Ersthelfer und Führerscheinanwärter durch.

In Gunningen richtet die Nachbarschaftshilfe 'Wir für Sie' e.V. zusammen mit dem DRK am 18. und 19. November 2026 jeweils von 18:00 bis 22:00 Uhr ein Training zu Themen wie Eigenschutz, Wundversorgung und lebensrettenden Sofortmaßnahmen aus.

Ergänzend zu freiwilligen Angeboten greifen im betrieblichen Umfeld gesetzliche Pflichten. Gemäß Paragraf 10 des Arbeitsschutzgesetzes sowie der DGUV Vorschrift 1 ist die Ausbildung von Brandschutzhelfern für Kitas und Schulen vorgeschrieben.

In der Regel sind fünf Prozent der Beschäftigten als Brandschutzhelfer ausreichend, bei erhöhter Gefährdung oder Betreuung mobilitätseingeschränkter Personen liegt der Bedarf oft höher. Ziel der Schulungen ist es, Gefahrenquellen präventiv zu identifizieren und sichere Evakuierungen zu ermöglichen.

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Fachspezifische Qualifizierungen für Gefahrenlagen

Für den Schutz vor Großschadenslagen und komplexen Einsatzszenarien existieren spezialisierte Programme. Die Akademie Hochwasserschutz führt einen dreitägigen Lehrgang zum Hochwasserschutz-Fachberater für Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei, Bundeswehr sowie Kommunen und Verwaltungen durch.

Die Schulung deckt Schutzstrategien, das Wasserhaushaltsgesetz, Deichverteidigung sowie praktische Sandsackübungen ab und schließt mit einer Multiple-Choice-Prüfung ab, deren Zertifizierung drei Jahre gültig ist. Die Kosten betragen 550 Euro.

Im gewerblichen Sicherheitsbereich qualifiziert zudem eine in Fernthal im Kreis Neuwied gegründete Sicherheitsakademie Einsteiger für Schutzaufgaben. Die von Frank Fehre und dem Unternehmen Josef Schoop initiierte Einrichtung vermittelt neben Berufspflichten und Eigenschutz praxisnahe Kenntnisse zum Umgang mit komplexer Sicherheitstechnik.

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