Lula auf G20-Gipfel: 'Die Zukunft wird multipolar sein'
18.11.2024 - 22:32:40 | dpa.de"Die StabilitĂ€t der Welt hĂ€ngt von reprĂ€sentativeren Institutionen ab", sagte Lula. Mehr Stimmen in den multilateralen Institutionen sei "der Weg zum Frieden". Eine Vielfalt von Stimmen wirke ausgleichend. "Die Zukunft wird multipolar sein. Wir mĂŒssen nicht auf einen neuen Weltkrieg oder einen wirtschaftlichen Zusammenbruch warten, um die VerĂ€nderungen voranzutreiben, die die internationale Ordnung braucht", sagte der 79-JĂ€hrige weiter.
Eine Reform internationaler Institutionen und Organisationen gehört zu den erklĂ€rten Zielen der brasilianischen G20-PrĂ€sidentschaft. Lula kritisierte bereits mehrfach den UN-Sicherheitsrat als unglaubwĂŒrdig und warf internationalen Finanzinstitutionen wie der Weltbank oder dem Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) etwa vor, sich zu stark in die inneren Angelegenheiten der SchuldnerlĂ€nder einzumischen. Lula versteht Brasilien als Sprachrohr des globalen SĂŒdens und will den SchwellenlĂ€ndern mehr Gehör verschaffen.
Beim zweitĂ€gigen Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 fĂŒhrenden Industrie- und SchwellenlĂ€nder geht es neben der Reform internationaler Institutionen auch um die ArmutsbekĂ€mpfung, den Klimaschutz, aber auch um die Kriege in der Ukraine und in Nahost.
