BSW-Chef Schulze: Kein Zeitdruck bei GesprÀchen mit AfD
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 06:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wir stehen nicht unter Zeitdruck", sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. "Wichtig sind uns die Inhalte - wir wollen BSW-Politik an den Mann bringen."
AfD und BSW loten aktuell in GesprÀchen aus, inwiefern eine inhaltliche Zusammenarbeit möglich ist. "Die GesprÀche mit der AfD sind konstruktiv", sagte Schulze. Der Austausch soll in dieser Woche fortgesetzt werden.
In der Bildung fordert das BSW etwa den Erhalt kleiner Grundschulen auch bei geringen SchĂŒlerzahlen und zusĂ€tzliche LehramtsstudienplĂ€tze. In der Pflege plĂ€diert die Partei fĂŒr die EinfĂŒhrung eines Landespflegegeldes und die Ăbernahme von Investitionskosten durch das Land. Die Polizei will das BSW bis 2028 auf mindestens 7.000 Polizistinnen und Polizisten aufstocken.
Landtags-VizeprĂ€sident fĂŒr das BSW?
Am 6. Oktober konstituiert sich der Landtag in Magdeburg. In der Sitzung soll ein neues PrĂ€sidium gewĂ€hlt werden. "Wir werden den Kandidaten der AfD fĂŒr das Amt des LandtagsprĂ€sidenten mitwĂ€hlen. Ein BSW-VizeprĂ€sident ist denkbar, aber das haben wir noch nicht besprochen", sagte Schulze.
FĂŒr eine Mehrheit braucht es 42 Stimmen im Parlament. Die AfD stellt 39 Abgeordnete. CDU, Linke, GrĂŒne und SPD kommen zusammen ebenfalls auf 39 Sitze, das BSW ist mit 5 Abgeordneten vertreten. AfD und BSW hĂ€tten also zusammen eine Mehrheit.
BSW wĂŒrde auch mit anderen Fraktionen zusammenarbeiten
Eine Koalition mit der AfD lehnt das BSW jedoch ab. Bei den GesprĂ€chen geht es um Inhalte, die eine AfD-gefĂŒhrte Minderheitsregierung umsetzen mĂŒsste. Schulze schlieĂt aber nicht aus, ĂŒber wechselnde Mehrheiten auch mit anderen Partnern als der AfD zusammenzuarbeiten. "Wir suchen uns die Mehrheiten ĂŒberall, wenn wir so BSW-Inhalte umsetzen können. Das halten wir fĂŒr demokratische Prozesse", sagte der Fraktionschef.
Ein neuer MinisterprĂ€sident wird am 6. Oktober nicht gewĂ€hlt. Das könnte im November oder im Dezember erfolgen. Das BSW plĂ€diert fĂŒr einen ĂŒberparteilichen Kandidaten. Die AfD hat jedoch bereits deutlich gemacht, dass sie den Regierungschef stellen möchte.
