Bund-LĂ€nder-Beratung zur Afrikanischen Schweinepest
26.07.2024 - 15:41:37"Die Ausbreitung aufzuhalten, ist eine Mammutaufgabe und wichtig fĂŒr unsere schweinehaltenden Betriebe", sagte die StaatssekretĂ€rin im Bundesagrarministerium, Silvia Bender, nach gemeinsamen Beratungen im "Zentralen Krisenstab Tierseuchen".
Vorgesehen sei dazu jetzt auch, im Sommerreiseverkehr eine Informationskampagne etwa an AutobahnraststĂ€tten neu zu starten, um Menschen fĂŒr das Thema zu sensibilisieren. "Im Zweifel reicht schon ein achtlos weggeworfenes Wurstbrot, denn das Virus kann auch ĂŒber infizierte Lebensmittel eingeschleppt werden", sagte Bender. Hessen und Rheinland-Pfalz leisteten hervorragende Arbeit beim Eingrenzen des Seuchengeschehens. Der Bund und das Friedrich-Loeffler-Institut unterstĂŒtzten die LĂ€nder bei Untersuchungen oder der Abstimmung von MaĂnahmen mit der EU.
Der Zentrale Krisenstab sei am Donnerstag einberufen worden, um Erkenntnisse zu teilen und das weitere Vorgehen zu besprechen, teilte das Bundesministerium mit. Dem Gremium gehören die Amtschefs der Ministerien von Bund und LÀndern an.
Die Afrikanische Schweinepest war in Deutschland zuerst 2020 in Brandenburg bei einem Wildschwein festgestellt worden. Seitdem wurden den Angaben zufolge auch in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern infizierte Tiere gefunden - zuletzt auch im rheinland-pfĂ€lzischen Mainz-Bingen-Kreis und im hessischen Landkreis GroĂ-Gerau. Hierbei handele es sich um einen anderen Serotyp des Erregers, so dass nicht von einer Verschleppung aus dem Osten nach Hessen auszugehen sei, hieĂ es.
FĂŒr Wild- und Hausschweine ist die Viruserkrankung nicht heilbar und verlĂ€uft fast immer tödlich, wie das Ministerium erlĂ€uterte. FĂŒr Menschen und andere Tierarten sei sie ungefĂ€hrlich - auch, wenn man Fleisch infizierter Tiere verzehre.

