Bundesbankchef spricht sich fĂŒr Zinserhöhung aus
12.05.2026 - 20:33:33 | dts-nachrichtenagentur.deNagel verwies auf gestiegene Inflationserwartungen. "Und selbst bei einem baldigen Kriegsende könnte die Inflationsrate deutlich lĂ€nger erhöht bleiben, als wir noch vor Wochen dachten." Als GrĂŒnde nannte er zerstörte RaffineriekapazitĂ€ten, verminderte LagerbestĂ€nde, gestörte Lieferketten und vermutlich weiterhin erhöhte geopolitische Unsicherheit.
Nagel verteidigte seine Forderung nach höheren Zinsen gegen EinwĂ€nde von Ăkonomen wegen der schwachen Konjunktur. Niemand erhöhe gern Zinsen, wenn das Wachstum stark belastet sei. Aber der Auftrag der EZB laute PreisstabilitĂ€t. Auf lĂ€ngere Sicht sei es fĂŒr alle besser, wenn klar sei, dass die Notenbank ihr Inflationsziel ernst nehme und die Inflationsrate mittelfristig nahe zwei Prozent halte.
Nagel zufolge bewegt sich die Euro-Zone "in Richtung" des Negativszenarios der EZB von Mitte MÀrz. "Und man muss sehen, dass schon im Basisszenario zwei Zinserhöhungen zugrunde gelegt waren, denn das hatten die MÀrkte im MÀrz eingepreist."
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
