EU, Finanzindustrie

Bundesbankchef spricht sich fĂŒr Zinserhöhung aus

12.05.2026 - 20:33:33 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesbank-PrĂ€sident Joachim Nagel macht sich fĂŒr eine Zinserhöhung in vier Wochen stark.

Deutsche Bundesbank (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Deutsche Bundesbank (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Wir können die hohen Energiepreise nicht ausblenden", sagte Nagel dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). "Zinserhöhungen werden immer wahrscheinlicher, wenn sich das Inflationsbild nicht grundsÀtzlich Àndert."

Nagel verwies auf gestiegene Inflationserwartungen. "Und selbst bei einem baldigen Kriegsende könnte die Inflationsrate deutlich lĂ€nger erhöht bleiben, als wir noch vor Wochen dachten." Als GrĂŒnde nannte er zerstörte RaffineriekapazitĂ€ten, verminderte LagerbestĂ€nde, gestörte Lieferketten und vermutlich weiterhin erhöhte geopolitische Unsicherheit.

Nagel verteidigte seine Forderung nach höheren Zinsen gegen EinwĂ€nde von Ökonomen wegen der schwachen Konjunktur. Niemand erhöhe gern Zinsen, wenn das Wachstum stark belastet sei. Aber der Auftrag der EZB laute PreisstabilitĂ€t. Auf lĂ€ngere Sicht sei es fĂŒr alle besser, wenn klar sei, dass die Notenbank ihr Inflationsziel ernst nehme und die Inflationsrate mittelfristig nahe zwei Prozent halte.

Nagel zufolge bewegt sich die Euro-Zone "in Richtung" des Negativszenarios der EZB von Mitte MÀrz. "Und man muss sehen, dass schon im Basisszenario zwei Zinserhöhungen zugrunde gelegt waren, denn das hatten die MÀrkte im MÀrz eingepreist."

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 69316981 |