Bauministerin drĂ€ngt auf kommunales Vorkaufsrecht fĂŒr WohnhĂ€user
16.06.2023 - 01:05:11"Die Wiederherstellung des kommunalen Vorkaufsrechts in Milieuschutzgebieten ist mir wichtig. Denn das ist fĂŒr die Kommunen ein wichtiges Instrument, um bezahlbare Wohnungen zu erhalten", sagte Geywitz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).
Die Abstimmung ĂŒber den im April 2022 vorgelegten Gesetzesentwurf laufe noch. Sie hoffe, dass man zĂŒgig vorankomme. Insgesamt hĂ€tten laut Geywitz binnen eines dreiviertel Jahres in sechs groĂen StĂ€dten in mehr als 450 FĂ€llen WohnhĂ€user nicht gesichert werden können. Die Bauministerin berief sich dabei auf eine Auswertung des Bundesinstituts fĂŒr Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), ĂŒber die die Funke-Zeitungen berichten. Demnach hĂ€tten zwischen Sommer 2022 und Mai 2023 in rund 450 FĂ€llen in den StĂ€dten Berlin, Hamburg, Leipzig, Frankfurt am Main, MĂŒnchen und Köln Kommunen mit dem geplanten Gesetz die Möglichkeit gehabt, WohnhĂ€user zu erwerben. In Berlin und Leipzig hĂ€tten demnach ĂŒber 100 WohnhĂ€user gesichert werden können, in Hamburg rund 140, in Frankfurt am Main rund 60, in MĂŒnchen mehr als 30 und in Köln mehr als 20, heiĂt es in der Auswertung. Das Bundesverfassungsgericht hatte im November 2021 das bis dato vor allem in Berlin angewandte kommunale Vorkaufsrecht gekippt. Die Ampel-Koalition hatte im Koalitionsvertrag vereinbart, prĂŒfen zu wollen, ob man gesetzgeberisch tĂ€tig werden mĂŒsse.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


