Merz, Kurs

Merz verteidigt schÀrferen Kurs in Migrationspolitik

07.05.2025 - 20:43:53

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den verschĂ€rften migrationspolitischen Kurs Deutschlands mit mehr ZurĂŒckweisungen an den Grenzen verteidigt.

Die Kontrollen an den Binnengrenzen könnten nur ein Übergang sein, sagte Merz dem Sender "Welt TV". "Aber sie sind halt notwendig, solange wir eine so hohe irregulĂ€re Migration in der EuropĂ€ischen Union haben."

Deutschland sei ein Land in der Mitte Europas, das davon mit am meisten betroffen sei. Das habe er auch den GesprÀchspartnern in Polen und Frankreich gesagt, betonte Merz, der heute bei Antrittsbesuchen in Paris und Warschau Frankreichs PrÀsident Emmanuel und den polnischen MinisterprÀsidenten Donald Tusk traf.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am ersten Tag im Amt strengere Regeln in der Migrationspolitik angekĂŒndigt. Demnach sollen Migranten an den Landgrenzen auch bei Asyl-Gesuchen zurĂŒckgewiesen werden.

Vor Telefonat mit Trump: Zölle schaden allen Beteiligten

Mit Blick auf das an diesem Donnerstag geplante Telefonat mit dem US-PrĂ€sidenten sagte Merz, er wolle versuchen, mit Blick auf die Zollpolitik Donald Trump zu erklĂ€ren, "dass wir gerne den Handel erleichtern wĂŒrden und nicht weiter erschweren". Es sei gemeinsame Überzeugung in Europa, dass Zölle allen Beteiligten schadeten und niemandem ernsthaft nutzten.

"Die Beziehungen zwischen Wirtschaftsnationen sind kein Nullsummenspiel, sondern wenn die Bedingungen gut sind, können alle davon profitieren. Und das werde ich versuchen, ihm zu erlÀutern", sagte Merz.

Zur Kritik aus der US-Regierung an der Einstufung der AfD durch den Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch, sagte Merz, eine amerikanische Regierung habe zu akzeptieren, "wie wir mit unseren demokratischen Institutionen umgehen, wie wir auch mit Parteien umgehen, die zum Beispiel von den Nachrichtendiensten als extremistisch, in diesem Fall als rechtsextremistisch eingestuft werden". "Wir sind unterschiedlich, aber wir sind Demokratien", sagte der Kanzler. "Das ist unsere Sache. DarĂŒber entscheiden wir und nicht eine amerikanische Regierung."

@ dpa.de