Merz, PrioritÀt

Merz will PrioritÀt auf Wachstum

20.08.2025 - 13:21:16

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reagiert zurĂŒckhaltend auf die Debatte in der schwarz-roten Koalition ĂŒber höhere Steuern fĂŒr Spitzenverdienende und Vermögende.

Alles, was dem Ziel von wirtschaftlichem Wachstum nĂŒtze, werde die Regierung tun, und alles, was diesem schade, werde sie lassen, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer auf eine entsprechende Frage. Zu den Schwerpunkten zĂ€hlten neben der Förderung des Wachstums auch Investitionen in die Infrastruktur und eine Entlastung "der hart arbeitenden Mitte".

Auf Nachfrage, ob Steuererhöhungen damit ausgeschlossen seien, sagte Meyer: "FĂŒr uns ist wichtig, dass die PrioritĂ€ten klar sind." Finanzminister Lars Klingbeil hatte im ZDF-Sommerinterview deutlich gemacht, dass er zum Beseitigen der MilliardenlĂŒcken in den kommenden Haushalten höhere Steuern fĂŒr Spitzenverdiener und Vermögende nicht ausschließt. "Da wird keine Option vom Tisch genommen", sagte der SPD-Vorsitzende am Sonntag.

Schwarz-rote Steuerdebatte

Mehrere Unionspolitiker wiesen den Vorstoß zurĂŒck. SPD-Politiker sprangen Klingbeil bei. Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD heißt es: "Wir werden die Einkommensteuer fĂŒr kleine und mittlere Einkommen zur Mitte der Legislatur senken." Das dĂŒrfte viele Milliarden kosten. In der Finanzplanung klaffen MilliardenlĂŒcken.

BeitrÀge sollen stabil sein

Vizesprecher Meyer sagte zudem, zu den Zielen zÀhle, die SozialbeitrÀge mindestens stabil zu halten. Er verwies dazu wie die Sprecherinnen und Sprecher der betroffenen Ministerien auf die Kommissionen zu den Sozialsystemen, die im Koalitionsvertrag vereinbart worden seien und die nun ihre Arbeit aufnehmen sollten.

@ dpa.de