Merz will PrioritÀt auf Wachstum
20.08.2025 - 13:21:16Alles, was dem Ziel von wirtschaftlichem Wachstum nĂŒtze, werde die Regierung tun, und alles, was diesem schade, werde sie lassen, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer auf eine entsprechende Frage. Zu den Schwerpunkten zĂ€hlten neben der Förderung des Wachstums auch Investitionen in die Infrastruktur und eine Entlastung "der hart arbeitenden Mitte".
Auf Nachfrage, ob Steuererhöhungen damit ausgeschlossen seien, sagte Meyer: "FĂŒr uns ist wichtig, dass die PrioritĂ€ten klar sind." Finanzminister Lars Klingbeil hatte im ZDF-Sommerinterview deutlich gemacht, dass er zum Beseitigen der MilliardenlĂŒcken in den kommenden Haushalten höhere Steuern fĂŒr Spitzenverdiener und Vermögende nicht ausschlieĂt. "Da wird keine Option vom Tisch genommen", sagte der SPD-Vorsitzende am Sonntag.
Schwarz-rote Steuerdebatte
Mehrere Unionspolitiker wiesen den VorstoĂ zurĂŒck. SPD-Politiker sprangen Klingbeil bei. Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD heiĂt es: "Wir werden die Einkommensteuer fĂŒr kleine und mittlere Einkommen zur Mitte der Legislatur senken." Das dĂŒrfte viele Milliarden kosten. In der Finanzplanung klaffen MilliardenlĂŒcken.
BeitrÀge sollen stabil sein
Vizesprecher Meyer sagte zudem, zu den Zielen zÀhle, die SozialbeitrÀge mindestens stabil zu halten. Er verwies dazu wie die Sprecherinnen und Sprecher der betroffenen Ministerien auf die Kommissionen zu den Sozialsystemen, die im Koalitionsvertrag vereinbart worden seien und die nun ihre Arbeit aufnehmen sollten.

