POLITIK, Merz

POLITIK: Merz offen fĂŒr EU-Steuern

18.07.2025 - 12:34:19

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wirft der EuropÀischen Union zu schwerfÀllige Verfahren vor.

Um die EU zu stĂ€rken, schließt Merz eigene EU-Steuern oder -Abgaben nicht aus. Es sei schon lĂ€nger seine Position, "dass die EuropĂ€ischen Union in der lĂ€ngeren Perspektive mehr Eigenmittel braucht, aus eigenen Quellen", sagte Merz in Berlin. "Das können Steuern sein, das können Abgaben sein."

Merz: "Wir mĂŒssen uns konzentrieren auf die wirklich großen Aufgaben." Um Anfechtungen von links und auch von rechts abzuwehren, mĂŒsse die EU handlungsfĂ€hig sein.

So sieht Merz die EU

"Sie ist einfach zu regelungsintensiv geworden, um nicht zu sagen zu bĂŒrokratisch, sie ist zu langsam in der Reaktion auf bestimmte Entwicklungen", sagte Merz mit Blick auf EU - wenn dies auch nicht immer gelte. "Sie zeigt in der Krise, dass sie handlungsfĂ€hig ist", so Merz unter Verweis auf die Corona-Pandemie.

Als jĂŒngsten Beispiel nannte Merz das 18. EU-Sanktionspaket gegen Russland. Der slowakische MinisterprĂ€sident Robert Fico hatte erst nach Tagen angekĂŒndigt, seine Blockade neuer EU-Sanktionen aufzugeben. "Ich habe mit dem MinisterprĂ€sidenten Robert Fico in den letzten Tagen fast tĂ€glich telefoniert. Wir haben uns in BrĂŒssel getroffen, intensiv miteinander gesprochen, die Teams haben miteinander beraten." Er sei Fico dankbar, dass er dann zugestimmt habe. "Aber es hat eben auch wieder sehr lange gedauert", sagte Merz. "Die Prozesse sind zu schwerfĂ€llig."

@ dpa.de