Merz, Macron

Merz, Macron und Tusk gemeinsam in Moldau

27.08.2025 - 05:50:05

Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische PrÀsident Emmanuel Macron und der polnische MinisterprÀsident Donald Tusk besuchen am Mittwoch gemeinsam die an die Ukraine grenzende Republik Moldau.

Anlass ist der 34. Jahrestag der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung der frĂŒheren Sowjetrepublik mit ihren heute 2,6 Millionen Einwohnern.

Die drei Politiker wollen mit dem Besuch StaatsprĂ€sidentin Maia Sandu und der proeuropĂ€ischen Regierung des Landes vor der Parlamentswahl im September den RĂŒcken stĂ€rken. Moldau ist wie die Ukraine seit 2022 EU-Beitrittskandidat. Das Land, das zu den Ă€rmsten Europas zĂ€hlt, ist aber weiterhin zwischen proeuropĂ€ischen und prorussischen KrĂ€ften gespalten. In der abtrĂŒnnigen Region Transnistrien, einem schmalen Landstreifen im Osten der Republik, sind seit den 1990er Jahren russische Soldaten stationiert.

Regierung beklagt russische Destabilisierungskampagnen

Die Regierung in Chisinau wirft Russland gezielte Desinformations- und Destabilisierungskampagnen vor. FĂŒr die anstehende Parlamentswahl haben vier russlandorientierte Oppositionsparteien die GrĂŒndung eines Wahlblocks angekĂŒndigt. 2021 hatte die EU-orientierte PAS von PrĂ€sidentin Sandu 63 der 101 Sitze im Parlament erlangt. Der Regierungspartei droht angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation nun aber der Verlust ihrer Mehrheit.

Merz, Macron und Tusk werden zu einem Abendessen mit Sandu zusammenkommen und bei den Feierlichkeiten zum UnabhÀngigkeitstag (19.30 Uhr) reden. Auch eine gemeinsame Pressekonferenz ist geplant.

@ dpa.de