Merz, Turbo-Deal

Merz will Turbo-Deal mit Trump zu Zöllen

27.06.2025 - 06:13:59 | dpa.de

Bundeskanzler Friedrich Merz drÀngt in den Zollverhandlungen mit den USA auf Tempo.

"Lieber jetzt schnell und einfach, als langsam und hoch kompliziert", sagte er nach Beratungen bei einem EU-Gipfeltreffen in BrĂŒssel. Die von US-PrĂ€sident Donald Trump eingefĂŒhrten Zölle gefĂ€hrdeten deutsche Unternehmen. Besonders fĂŒr die Automobilindustrie, die chemische Industrie, die pharmazeutische Industrie, den Maschinenbau und die Stahl- und Aluminiumbranche brauche es eine Lösung.

Zugleich betonte Merz, dass er die derzeitige VerhandlungsfĂŒhrung der zustĂ€ndigen EU-Kommission nicht kritisiert. "Ich habe nur vorgeschlagen und habe darauf gedrĂ€ngt, dass man das jetzt nicht zu kompliziert macht", erklĂ€rte er. Man habe bis zum 9. Juli nur noch weniger als zwei Wochen Zeit. "Und da kann man nicht ein ausgefeiltes Handelsabkommen verabreden."

Frist lÀuft am 9. Juli ab

Merz Ă€ußerte sich vor dem Hintergrund, dass US-PrĂ€sident Donald Trump ab dem 9. Juli noch mehr Zölle in Kraft treten lassen will, wenn die EU den USA in Handelsfragen nicht entgegenkommt. Der Republikaner begrĂŒndet seinen Kurs vor allem damit, dass er angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren will. Zugleich sollen Zolleinnahmen dazu dienen, sein teures Wahlversprechen großer Steuersenkungen zumindest teilweise gegenzufinanzieren. Die EU-Kommission sieht die Zölle hingegen als nicht gerechtfertigt und unvereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) an.

FĂŒr den Fall, dass es keine annehmbare Einigung mit den USA gibt, will die Behörde schnell Gegenzölle verhĂ€ngen. Merz Ă€ußerte UnterstĂŒtzung fĂŒr diesen Kurs. "Wenn es keine Vereinbarung ĂŒber die Zölle gibt, dann ist die EuropĂ€ische Union bereit und in der Lage, auch entsprechende eigene Maßnahmen zu ergreifen", sagte er nach dem Ende der Gipfelberatungen.

Über den genauen Stand der Verhandlungen macht die EU-Kommission keine Angaben. Sie bestĂ€tigte am Donnerstag allerdings den Eingang eines neuen US-Angebots fĂŒr eine Einigung. Es soll nun geprĂŒft werden.

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