Merz, Empfang

Merz zum Empfang fĂŒr Putin: Etwas weniger hĂ€tte gereicht

17.08.2025 - 11:41:36

Bundeskanzler Friedrich Merz hat leise Kritik an der Inszenierung des Alaska-Gipfels durch US-PrĂ€sident Donald Trump mit der Aufwertung von Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin geĂ€ußert.

"Es war ein großes Protokoll. Die Presse in Russland jubelt. Ein bisschen weniger wĂ€re auch genug gewesen", sagte der CDU-Vorsitzende in einem ARD-"Brennpunkt".

Merz betonte, die EuropÀer und die USA seien gut abgestimmt miteinander. Der US-PrÀsident habe beim Treffen mit dem Kremlchef keinen der vereinbarten Punkte abgerÀumt. "Trump bewegt sich innerhalb dieser Linie, die wir miteinander besprochen haben. Und das ist, wie ich finde, ein guter Fortschritt der letzten Nacht - trotz des einen oder anderen verstörenden Bildes, das wir da vielleicht gesehen haben."

Friedensvertrag mit Gebietsabtretungen durch die Ukraine?

Merz schließt Gebietsabtretungen der Ukraine fĂŒr ein Ende des russischen Angriffskrieges offenbar nicht prinzipiell aus. Er sagte: "Keine territorialen ZugestĂ€ndnisse, bevor es nicht einen Friedensvertrag gibt." Dieser Friedensvertrag mĂŒsse dann auch spĂ€testens der Zeitpunkt sein, zu dem die Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine in Kraft trĂ€ten.

Reisen europÀische Regierungschefs mit Selenskyj in die USA?

Das Ringen um eine Friedenslösung fĂŒr die Ukraine geht an diesem Montag weiter, wenn der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus erwartet wird. Zuvor wird er sich mit den wichtigsten europĂ€ischen VerbĂŒndeten abstimmen.

Theoretisch könnte Selenskyj auch zusammen mit europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs nach Washington reisen. Trump habe dem ukrainischen PrĂ€sidenten angeboten, europĂ€ische Partner mitzubringen, hieß es aus deutschen Regierungskreisen. Eine offizielle Einladung liege aber nicht vor. Allerdings wurde in Berlin betont, es gehe um Inhalte und nicht um Show-Termine. Auch "Bild" berichtete ĂŒber dieses Detail.

@ dpa.de