Merz, Alleingang

Merz sieht keinen deutschen Alleingang bei Grenzkontrollen

09.05.2025 - 11:10:44 | dpa.de

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht die verstÀrkten Grenzkontrollen nicht als deutschen Alleingang.

Deutschland werde weiter zurĂŒckweisen, das sei im Einklang mit europĂ€ischem Recht. "Und darĂŒber sind auch unsere europĂ€ischen Nachbarn vollumfĂ€nglich informiert. Es gibt hier keinen deutschen Alleingang", sagte der CDU-Politiker bei einem Antrittsbesuch in BrĂŒssel.

"Wir kontrollieren jetzt an den Grenzen intensiver. Wir kontrollieren in etwa so wie wĂ€hrend der Fußballeuropameisterschaft im letzten Jahr", sagte Merz in BrĂŒssel. Zudem betonte er: "Es hat niemand in der Bundesregierung, auch ich persönlich, nicht eine Notlage ausgerufen."

Am Donnerstag hatte die "Welt" berichtet, Merz habe zur dauerhaften Kontrolle der deutschen Grenzen eine "nationale Notlage" ausrufen lassen. Am Abend hatte bereits ein Regierungssprecher diesen Bericht dementiert.

Die neue Bundesregierung will mit zusĂ€tzlichen Grenzkontrollen und ZurĂŒckweisungen von Asylbewerbern gegen unerwĂŒnschte Migration vorgehen. Aus Sicht von Kritikern ist ein solches Vorgehen vermutlich nicht mit EU-Recht vereinbar und zudem eine Gefahr fĂŒr den eigentlich grenzkontrollfreien EU-Binnenmarkt. Doch gab es auch Zustimmung zum geplanten Kurswechsel in der deutschen Asylpolitik. Österreich etwa begrĂŒĂŸte die Bestrebungen Deutschlands im Kampf gegen die Schleppermafia und illegale Migration. Gleichzeitig pochte das Innenministerium in Wien auf die Einhaltung des geltenden EU-Rechts.

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