Merz, SozialbeitrÀge

Merz: SozialbeitrÀge 'mindestens' stabilisieren

18.07.2025 - 13:34:27

Bundeskanzler Friedrich Merz will weiter steigende SozialbeitrĂ€ge fĂŒr Gesundheit, Pflege und Rente abwenden.

"Ich möchte eine Stabilisierung in dieser Wahlperiode erreichen", sagte der CDU-Politiker in seiner Sommer-Pressekonferenz in Berlin. Es hĂ€nge noch stark davon ab, welche Reformen die Koalition sich zutraue und auf den Weg bringe. "Aber eine Stabilisierung ist das, was ich mindestens erreichen möchte bei den SozialversicherungsbeitrĂ€gen - wissend, dass das schon fĂŒr sich genommen sehr, sehr schwierig sein wird."

Akut drohen weitere Beitragsanhebungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung fĂŒr 2026. Das Kabinett hat sich im Haushaltsentwurf 2025 auf Finanzspritzen verstĂ€ndigt, sie reichen aber laut Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nicht aus, um FinanzlĂŒcken zu schließen. Sie setzt daher noch auf mehr Geld in den Etatberatungen im Parlament. Wegen höherer Kosten waren die KrankenkassenbeitrĂ€ge zu Jahresbeginn auf breiter Front gestiegen.

Keine einfachen Lösungen

Merz machte deutlich, dass er keine einfachen Antworten etwa durch stĂ€rkeres Heranziehen von Menschen mit hohen Einkommen oder Privatpatienten sieht. Privatversicherte leisteten einen ĂŒberproportionalen Beitrag fĂŒr das System. Er formulierte: "Wenn Sie den Mercedes verbieten, wird der Golf teurer." Es sei ein Irrtum, an eine einfache Lösung zu glauben, dass man einmal eben die Zahl der Beitragszahler erhöhe. Es löse auch kein Problem, zu glauben, man mĂŒsse mit einem Federstrich Beitragsbemessungsgrenzen anheben, sagte Merz.

Die mitregierende SPD hatte eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze fĂŒr die Krankenversicherung ins GesprĂ€ch gebracht - bis zu dieser Schwelle mĂŒssen BeitrĂ€ge abgefĂŒhrt werden, Einkommen darĂŒber bleibt beitragsfrei.

@ dpa.de