Bundeskanzler, Verhaftung

Bundeskanzler nach Verhaftung: Spionageverdacht sehr besorgniserregend

24.04.2024 - 14:50:07

Bundeskanzler Olaf Scholz hĂ€lt ein konsequentes Vorgehen der Sicherheitsbehörden gegen SpionageaktivitĂ€ten in Deutschland fĂŒr nötig.

"Wir können Spionage gegen uns nicht akzeptieren, egal, aus welchem Land sie kommt. Und deshalb muss sie entdeckt und diejenigen, die Verantwortung haben, verhaftet werden und vor Gericht gestellt werden", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Premierminister Rishi Sunak. Scholz sagte: "Der Verdacht, der hier sich gegen Mitarbeiter und Kandidaten der AfD richtet, ist sehr besorgniserregend."

Das Landeskriminalamt Sachsen hatte einen Mitarbeiter des AfD-Spitzenkandidaten fĂŒr die Europawahl, Maximilian Krah, festgenommen. Am Mittwoch wurde Haftbefehl erlassen. Dem Mann, der die deutsche StaatsbĂŒrgerschaft besitzt, wird nach Angaben der Bundesanwaltschaft AgententĂ€tigkeit fĂŒr einen auslĂ€ndischen Geheimdienst in einem besonders schweren Fall zur Last gelegt. Dabei geht es um China.

"Es ist ganz wichtig, dass wir gute Nachrichtendienste haben, gute Staatsanwaltschaften, gute Polizeiarbeit, dass alle eng zusammenarbeiten, dass das auch ĂŒber Grenzen hinweg geschieht", sagte Scholz zu dem Fall. Dies gelinge gut und das solle Ansporn sein, "mit aller Kraft alles dafĂŒr zu tun, dass wir allen auf die Schliche kommen, die in unseren LĂ€ndern gegen uns und unsere Sicherheit spionieren".

@ dpa.de