WAHL, Hohe

WAHL 2025 / Scholz: Hohe Verteidigungsausgaben nur mit Reform von Schuldenbremse

09.02.2025 - 22:20:30

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hĂ€lt höhere Verteidigungsausgaben in Zukunft nur mit einer Reform der Schuldenbremse fĂŒr umsetzbar.

Deutschland mĂŒsse fĂŒr Verteidigung ab 2028 gut 30 Milliarden Euro aufbringen, erklĂ€rte Scholz beim TV-Duell von ARD und ZDF mit Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz. "Das werden wir nur mit einer Reform der Schuldenbremse hinbekommen. Das ist ganz offensichtlich", sagte Scholz. Er bekrĂ€ftigte das Ziel, mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts fĂŒr Verteidigung ausgeben zu wollen. Aber KĂŒrzungen im sozialen Bereich lehne er ab.

Auch Merz erklĂ€rte, sich am Zwei-Prozent-Ziel fĂŒr Verteidigungsausgaben orientieren und perspektivisch auch drei Prozent fĂŒr Verteidigung ausgeben zu wollen. Der SchlĂŒssel dafĂŒr sei Wirtschaftswachstum, betonte Merz, der Scholz vorwarf, bei den Verteidigungsausgaben sogar gekĂŒrzt zu haben, statt aufzustocken. "Der entscheidende Punkt ist: Wir mĂŒssen wachsen." Deutschland werde auch ĂŒber zwei Prozent hinausgehen und dafĂŒr auch "PrioritĂ€ten im Haushalt neu setzen mĂŒssen", erklĂ€rte Merz.

Scholz warf Merz vor, eine "lĂ€cherliche" Rechnung aufzustellen. "Was Sie hier vorgetragen haben, ist lĂ€cherlich. Es gibt kein Wirtschaftswachstum, das 30 Milliarden Euro zusĂ€tzlich fĂŒr die Bundeswehr 2028 finanzieren kann", konterte er. An einer Reform der Schuldenbremse fĂŒhre kein Weg vorbei. Merz machte deutlich, dass er sich einer Reform nicht grundsĂ€tzlich versperren werde, sie aber erst einmal keine PrioritĂ€t hĂ€tte. "Ich habe immer gesagt, man kann ĂŒber alles diskutieren, aber das kommt sicher nicht am Anfang", sagte Merz.

@ dpa.de