Scholz drĂŒckt bei Heizungsgesetz aufs Tempo
26.05.2023 - 07:11:03 | dts-nachrichtenagentur.de"Alle Beteiligten haben diesen Ehrgeiz", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitagsausgabe). Der Gesetzentwurf, der reine Ăl- und Gasheizungen in Neubauten ab dem Jahr 2024 verbietet, werde nun im Parlament "diskutiert und weiter verbessert, daran arbeiten jetzt alle drei Koalitionsfraktionen".
Alle Seiten hĂ€tten versichert, "die offenen Fragen sehr zĂŒgig miteinander zu besprechen", so der Kanzler. Zu den zuletzt offen ausgetragenen Konflikten zwischen GrĂŒnen und FDP um das Gesetz sagte der Kanzler, fĂŒr seinen Geschmack könnten "diese Diskussionen durchaus auch leise im Ton gefĂŒhrt werden". Der Koalitionsstreit liege am "hohen VerĂ€nderungstempo", das die Ampel eingeschlagen habe. Sein VerhĂ€ltnis zu Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne), in dessen Verantwortung das Heizungsgesetz fĂ€llt, sei "eindeutig unbelastet". Mit der Entlassung des durch die "Trauzeugen-AffĂ€re" unter Druck geratenen WirtschaftsstaatssekretĂ€rs Patrick Graichen habe Habeck eine Entscheidung getroffen, die er sich nicht leicht gemacht habe. "Mit dem genannten Gesetzentwurf hatte sie nichts zu tun", so Scholz. Unterdessen hat FDP-GeneralsekretĂ€r Bijan Djir-Sarai den Widerstand seiner Partei gegen das Heizungsgesetz verteidigt. Das Ziel der Freien Demokraten sei es, Klimaschutz "praktikabel und wirtschaftlich" fĂŒr die BĂŒrger sowie "technologieoffen" zu gestalten, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). Das leiste der aktuelle Entwurf nicht. Es brauche "substanzielle VerĂ€nderungen", damit das Gesetz eine Mehrheit im Parlament finde und der Klimaschutz im GebĂ€udebereich zu einem Erfolg werden könne. "QualitĂ€t geht dabei vor Schnelligkeit." Djir-Sarai warf den GrĂŒnen eine falsche Herangehensweise beim Klimaschutz vor. "Wir ringen - auch innerhalb der Regierungskoalition - um die richtigen Lösungen fĂŒr die Probleme unseres Landes", so der FDP-GeneralsekretĂ€r. Im Kern gehe es oft darum, ob Politik die BĂŒrger mitnehme und fĂŒr gesellschaftliche Akzeptanz sorge "oder ob sie von oben herab, wahlweise auch mit Verboten", agiere. "Leider" mĂŒsse man "insbesondere die GrĂŒnen" immer wieder daran erinnern, dass Klimaschutz und andere Vorhaben "nur zusammen mit den Menschen in diesem Land gelingen können, nicht gegen sie", so Djir-Sarai.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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