Scholz: Nachbarn verstehen unser BemĂŒhen um Kontrolle der Migration
15.09.2024 - 19:38:55Er habe "begonnen, mit den Chefs der NachbarlĂ€nder sehr sorgfĂ€ltig zu sprechen, ĂŒbrigens auch mit der PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Kommission", sagte er dazu auf seiner Usbekistan-Reise in Samarkand vor Journalisten. Zuvor hatten Ăsterreich und Polen Bedenken angemeldet.
"Alle wissen, dass wir uns im Rahmen des europĂ€ischen Rechts bewegen, aber da unsere Möglichkeiten maximal ausnutzen. Das ist auch notwendig", erklĂ€rte Scholz. "Alle verstehen, dass die Zahl derjenigen, die nach Deutschland kommen, zu groĂ ist und dass es deshalb ein nachvollziehbares Interesse der deutschen Regierung ist, dafĂŒr zu sorgen, dass wir diese Dinge durch ein gutes Management irregulĂ€rer Migration in den Griff kriegen. Dazu gehört auch dieses neue Prinzip an allen deutschen Grenzen, solche Kontrollen durchzufĂŒhren."
Die Scholz begleitende Innenministerin Nancy Faeser (SPD) ergĂ€nzte: "Diese MaĂnahme ist aus meiner Sicht dringend erforderlich, um die irregulĂ€re Migration weiter zurĂŒckzudrehen." Die Bundespolizei werde die Kontrollen wie wĂ€hrend der FuĂball-Europameisterschaft so gestalten, dass sie nicht zu viel Einfluss auf den Verkehr und etwa Pendler hĂ€tten. Das gelte auch fĂŒr andere LebenszusammenhĂ€nge, etwa, wenn jemand Kinder auf der anderen Grenzseite zu betreuen habe. "Wir werden das so minimalinvasiv wie möglich machen", versprach Faeser.
Deutschland weitet die bereits laufenden Grenzkontrollen im Osten und SĂŒden des Landes an diesem Montag auf alle Landgrenzen aus, auch die im Westen und Norden. Die Bundespolizei kann dann Reisende also auch bei der Einreise aus Luxemburg, Belgien, den Niederlanden und DĂ€nemark kontrollieren. Bisher macht sie das nur an den Grenzen zu Polen, Tschechien, Ăsterreich, der Schweiz und Frankreich.

