Pistorius, Putin

Pistorius: Putin spielt weiter auf Zeit

20.05.2025 - 10:56:49

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wirft Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin in den FriedensgesprĂ€chen fĂŒr die Ukraine eine Hinhaltetaktik vor und fordert neue Energiesanktionen.Das Telefonat zwischen US-PrĂ€sident Donald Trump und Putin habe wieder einmal bestĂ€tigt, dass Russland nach wie vor nicht zu ZugestĂ€ndnissen bereit sei, sagte der SPD-Politiker am Rande eines EU-Verteidigungsministertreffens in BrĂŒssel.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wirft Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin in den FriedensgesprĂ€chen fĂŒr die Ukraine eine Hinhaltetaktik vor und fordert neue Energiesanktionen.

Das Telefonat zwischen US-PrĂ€sident Donald Trump und Putin habe wieder einmal bestĂ€tigt, dass Russland nach wie vor nicht zu ZugestĂ€ndnissen bereit sei, sagte der SPD-Politiker am Rande eines EU-Verteidigungsministertreffens in BrĂŒssel. Der Kreml-Chef spreche nur von einem Waffenstillstand zu seinen Bedingungen, zu denen der Verzicht auf einen Nato-Beitritt, die Abtretung der besetzten Gebiete und vieles andere mehr zĂ€hle.

"Wladimir Putin spielt offenbar weiter auf Zeit", sagte Pistorius. Eine Waffenruhe zu fĂŒr andere akzeptablen Bedingungen sei nicht absehbar. Auch die jĂŒngsten russischen Drohnenangriffe sprĂ€chen eine deutliche Sprache - "eine deutlichere Sprache als die Lippenbekenntnisse, die wir bislang so gehört haben", fĂŒgte er hinzu.

Als Konsequenz aus den jĂŒngsten Entwicklungen sollte die EU nach Ansicht von Pistorius die militĂ€rische UnterstĂŒtzung der Ukraine weiter ausbauen und den Sanktionsdruck erhöhen. Konkret sprach er sich unter anderem fĂŒr weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit der ukrainischen RĂŒstungsindustrie aus.

Zum Thema Sanktionen sagte Pistorius: "Das wirksamste Sanktionsmittel ist das weitere Abschneiden der MittelzuflĂŒsse, der GeldzuflĂŒsse aus EnergieverkĂ€ufen." Da mĂŒsse man weiter ansetzen. "Der Strom von Geld, der schon geringer geworden ist, muss noch mehr zu einem Rinnsal werden."

@ dpa.de