Deutschland, Verkehr

Zahl der FahrgÀste in Bussen und Bahnen steigt kaum noch

22.09.2025 - 08:58:29

Bus und Bahn statt Auto: Viele Menschen nutzen öffentliche Verkehrsmittel, um ihre tĂ€glichen Wege zurĂŒckzulegen. Doch der Boom nach EinfĂŒhrung des Deutschlandtickets ebbt ab. Die Zahlen wachsen kaum.

  • Im Fernverkehr mit der Bahn wachsen die Fahrgastzahlen. (Archivbild) - Foto: Bernd Weißbrod/dpa

    Bernd Weißbrod/dpa

  • Die Zahl der FahrgĂ€ste in Bussen und Bahnen legt leicht zu (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa

    Jan Woitas/dpa

Im Fernverkehr mit der Bahn wachsen die Fahrgastzahlen. (Archivbild) - Foto: Bernd Weißbrod/dpaDie Zahl der FahrgĂ€ste in Bussen und Bahnen legt leicht zu (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa

Die Zahl der FahrgĂ€ste in Bussen und Bahnen hat leicht zugelegt, doch der bisherige Boom durch das Deutschlandticket ist erst einmal vorbei. Das Passagieraufkommen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wuchs im ersten Halbjahr um ein Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Im Fernverkehr ging es um vier Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum nach oben, damals hatte es aber Streiks gegeben.

Der Anstieg der Fahrgastzahlen im Nahverkehr nach EinfĂŒhrung des Deutschlandtickets sei damit abgeflacht, schreiben die Statistiker. Im ersten Halbjahr 2023 wurde noch ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet und im ersten Halbjahr 2024 ein Anstieg um sieben Prozent.

Das Deutschlandticket wurde im Mai 2023 eingefĂŒhrt und ermöglicht fĂŒr 58 Euro pro Monat bundesweit Fahrten in Bussen und Regionalbahnen. Nach Branchenangaben nutzen es etwa 14 Millionen Menschen. Von 2026 an soll der Preis auf 63 Euro steigen. FahrgastverbĂ€nde und VerbraucherschĂŒtzer fĂŒrchten, dass sich das negativ auf die Nutzerzahlen auswirkt. 

5,7 Milliarden Passagiere im ÖPNV

Die große Mehrzahl der FahrgĂ€ste in Deutschland entfĂ€llt auf den ÖPNV, der 99 Prozent des Linienverkehrs ausmacht, so die Statistiker. Dort wuchs das Fahrgastaufkommen im ersten Halbjahr um ein Prozent auf 5,7 Milliarden FahrgĂ€ste. Die Zahl der Passagiere im Nahverkehr mit Eisenbahnen stieg ebenso um ein Prozent auf 1,4 Milliarden – hier hatte es im Vorjahreszeitraum AusfĂ€lle wegen Streiks gegeben.

Den Nahverkehr mit Bussen nutzten 2,6 Milliarden Menschen, zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der FahrgĂ€ste in Straßenbahnen stieg leicht auf etwa 2 Milliarden.

Fernverkehr legt zu

Deutlich bergauf ging es bei der Zahl der FahrgĂ€ste im Fernverkehr mit der Bahn: Sie stieg um vier Prozent auf 71 Millionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als wegen Streiks allerdings weniger FahrgĂ€ste unterwegs waren. Im Fernverkehr mit Bussen reisten unverĂ€ndert etwa fĂŒnf Millionen FahrgĂ€ste.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

30-Kilometer-Stau in Hessen aufgelöst. Und auch auf anderen Autobahnen in der Region entspannt sich die Lage in der Nacht. Nach heftigen SchneefÀllen ist die A3 wieder frei. (Unterhaltung, 04.02.2026 - 00:58) weiterlesen...

Zu viel Schnee: Mega-Stau rund um Wiesbaden. Ein Überblick. Der Winter legt Autobahnen lahm: In Hessen geht auf vielen Straßen nichts mehr, auch der Frankfurter Flughafen musste den Betrieb zeitweilig einstellen. (Unterhaltung, 03.02.2026 - 18:57) weiterlesen...

Tanken wird teurer – Rohöl und CO2-Preis treiben Kosten. Wie sich Heizölnachfrage, WĂ€hrungskurse und Tageszeit auf die Preise an den ZapfsĂ€ulen auswirken. Benzin und Diesel kosteten im Januar mehr als im Dezember. (Wirtschaft, 03.02.2026 - 12:21) weiterlesen...

Nahverkehrs-Warnstreik sorgt fĂŒr Staus in den großen StĂ€dten. Doch nicht ĂŒberall war der Ausschlag so stark. Das Stauniveau hat sich im morgendlichen Berufsverkehr teils mehr als verdreifacht. (Wirtschaft, 02.02.2026 - 16:13) weiterlesen...

Nahverkehr steht bundesweit wegen Warnstreiks still. Das hat Auswirkungen auf den Verkehr. Pendler steigen unter anderem aufs Auto oder Taxi um. Bus und Bahn bleiben im Depot: Warnstreiks legen den Nahverkehr in Deutschland lahm. (Politik, 02.02.2026 - 14:59) weiterlesen...

60.000 KĂŒndigungen: ADAC-VerkehrsprĂ€sident tritt ab. Es folgten Empörung und eine KĂŒndigungswelle, nun ist er zurĂŒckgetreten. In einem Interview hatte Hillebrand die CO2-Bepreisung, die Sprit verteuert als «richtiges Instrument» bezeichnet. (Wirtschaft, 02.02.2026 - 12:55) weiterlesen...