Busan-Abkommen: USA setzen zusÀtzliche China-Zölle zwei Monate lÀnger aus
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 23:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die US-Regierung verschafft sich im Handelskonflikt mit China zusĂ€tzlichen Verhandlungsspielraum. US-Finanzminister Scott Bessent kĂŒndigte am 24. September 2026 beim Sender Fox News an, dass die Aussetzung zusĂ€tzlicher US-Zölle auf Importe aus China um zwei Monate verlĂ€ngert wird.
Die Frist, die ursprĂŒnglich am 10. November geendet hĂ€tte, lĂ€uft nun bis zum 10. Januar. Die ErklĂ€rung erfolgte unmittelbar vor den fĂŒr Donnerstag angesetzten GesprĂ€chen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping im Rahmen dessen Staatsbesuchs in Washington.
VerlÀngerung des Busan-Abkommens und offene Fragen
Mit diesem Schritt verlÀngern die Vereinigten Staaten das sogenannte Busan-Abkommen, das andernfalls am 10. November ausgelaufen wÀre. China bestÀtigte die Einigung am 24. September zunÀchst nicht. Nach Angaben von US-Finanzminister Bessent gingen der Vereinbarung mehrere Treffen mit dem chinesischen Vizepremier He Lifeng voraus.
Bessent erklĂ€rte, dass beide Seiten die Möglichkeiten fĂŒr ein umfassenderes Abkommen ausloteten. Ein grundlegender Durchbruch gilt unter Beobachtern jedoch als unwahrscheinlich. Mögliche Vereinbarungen könnten niedrigere Zölle in ausgewĂ€hlten Wirtschaftssektoren, Initiativen zur BekĂ€mpfung des Drogenschmuggels sowie die Wiederaufnahme eines verstĂ€rkten militĂ€rischen Dialogs umfassen.
Staatsbesuch von Xi Jinping in Washington
Der chinesische StaatsprÀsident Xi Jinping war am Mittwochabend Ortszeit zu einem dreitÀgigen Staatsbesuch in Washington eingetroffen. Donald Trump empfing ihn gemeinsam mit Peng Liyuan auf einem MilitÀrflugplatz nahe der US-Hauptstadt.
Die US-Regierung hat die Aussetzung zusĂ€tzlicher Zölle auf China-Importe um zwei Monate verlĂ€ngert â bis zum 10. Januar. FĂŒr Einkauf und Export-Mittelstand heiĂt das: Zeit gewonnen, aber kein Freifahrtschein. Die Streitfragen bei Seltenen Erden und Halbleitertechnik bleiben ungelöst, und ein umfassender Durchbruch gilt als unwahrscheinlich. Wer jetzt seinen Zollkalender und die Lieferantenwege ordnet, ist beim nĂ€chsten Fristwechsel nicht der Getriebene. Kostenlosen Zoll-Fahrplan fĂŒr Q1 2026 anfordern
Xi betonte im Vorfeld des Treffens, die USA und China sollten als Partner statt als Rivalen agieren. Zudem bezeichnete er das Jahr 2026 am 24. September als ein entscheidendes Jahr fĂŒr die bilateralen Beziehungen beider WeltmĂ€chte.
Neben den wirtschaftlichen Auseinandersetzungen und dem Handelsstreit dĂŒrften weitere geopolitische und technologische Brennpunkte auf der Tagesordnung der bilateralen GesprĂ€che stehen. Erwartet werden Verhandlungen ĂŒber Sicherheitsaspekte im Bereich der kĂŒnstlichen Intelligenz sowie ĂŒber den Krieg im Iran und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Konfliktpunkte bei Seltenen Erden und Halbleitern
Trotz der verlĂ€ngerten Frist bleiben grundlegende Streitfragen ungelöst. Das Busan-Abkommen verhinderte zwar bisher zusĂ€tzliche chinesische Exportkontrollen auf weitere seltene Erden. Die Regierung in Peking verlangt fĂŒr deren Ausfuhr jedoch weiterhin langwierige Genehmigungsverfahren.
Peking verlangt fĂŒr die Ausfuhr Seltener Erden weiterhin langwierige Genehmigungsverfahren â und die USA beschrĂ€nken den Zugang zu moderner Halbleitertechnik. Diese Beschaffungsrisiken löst die verlĂ€ngerte Zollfrist nicht. Wer seine Lieferkette jetzt gegen den 10. Januar absichert, verhindert Produktionsstopps, wenn die Aussetzung auslĂ€uft. Notfallplan gegen Frist-Ablauf jetzt sichern
Auf der anderen Seite beschrĂ€nken die USA den chinesischen Zugang zu moderner Halbleitertechnik. Insbesondere die weitreichenden US-Exportkontrollen fĂŒr moderne Chips zur Entwicklung kĂŒnstlicher Intelligenz bilden weiterhin einen wesentlichen Streitpunkt im VerhĂ€ltnis zwischen Washington und Peking.
