Dickes Minus bei Carlsberg nach Russland-Aus
07.02.2024 - 14:19:33 | dpa.deDer RĂŒckzug aus dem russischen BrauereigeschĂ€ft und der anschlieĂende Verlust des dortigen Betriebs durch ein Dekret von Kremlchef Wladimir Putin hat dem dĂ€nischen Konzern Carlsberg einen Milliardenverlust beschert. Der Umsatz stieg 2023 zwar im Jahresvergleich von 70,3 Milliarden auf 73,6 Milliarden Kronen (9,9 Mrd Euro), wie aus dem Jahresbericht hervorgeht. Die Aufgabe des russischen GeschĂ€ftsbereiches riss jedoch ein Loch in die Bilanz, womit unter dem Strich ein Verlust von 40,8 Milliarden Kronen (5,5 Mrd. Euro) stand. Das Unternehmen verbuchte hohe Abschreibungen.
Carlsberg zĂ€hlt zu den gröĂten Braukonzernen der Welt. Das Unternehmen hatte bereits im MĂ€rz 2022 kurz nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine angekĂŒndigt, sich komplett aus Russland zurĂŒckziehen und sein dortiges GeschĂ€ft rund um die Baltika-Brauereien verkaufen zu wollen. Im Sommer 2023 verkĂŒndete Carlsberg, einen KĂ€ufer gefunden zu haben. Doch kurze Zeit spĂ€ter unterzeichnete Putin ein Dekret, das die Brauereien ohne Wissen oder Zustimmung der DĂ€nen verstaatlichte. Baltika gilt als gröĂter Brauer Russlands.
Carlsbergs Absatz ging 2023 in verschiedenen Teilen Europas zurĂŒck, stieg aber in Asien um etwa 4 Prozent. Insgesamt verzeichnete der Konzern ein Umsatzwachstum von 4,7 Prozent. Langfristig rechnet das Unternehmen mit einem jĂ€hrlichen Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent.
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