CATL, Weltgrößter

CATL: Weltgrößter Batteriehersteller zertifiziert 20 Standorte als klimaneutral

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 23:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CATL lässt sämtliche 20 Werke nach ISO 14068-1 als CO?-neutral zertifizieren und unterbietet damit den eigenen Zeitplan. Bis 2035 soll die komplette Lieferkette dekarbonisiert werden.

CATL erreicht Klimaneutralität an allen 20 Produktionsstandorten
Automatisierte Produktionsstraße einer modernen Batteriefabrik mit Robotern und grüner Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der weltgrößte Batteriehersteller CATL hat alle 20 Produktionsstandorte als klimaneutral zertifizieren lassen. Damit erreicht der chinesische Konzern sein Nachhaltigkeitsziel für das Kerngeschäft früher als geplant.

Die Zertifizierung erfolgte nach dem Standard ISO 14068-1. Nach eigenen Angaben ist CATL damit der einzige Batterieproduzent weltweit, der eine klimaneutrale Kernproduktion bei einem Auslieferungsvolumen im Terawattstunden-Bereich vorweisen kann.

Dekarbonisierung als Wachstumsmotor

Bei einer Fachveranstaltung am Hauptsitz in Ningde betonte CEO Robin Zeng den Strategiewechsel: Klimaschutz sei für den Konzern längst mehr als soziale Verantwortung – CO?-neutrale Batterien würden zur Marktvoraussetzung.

Seit Einführung der Null-Emissions-Strategie 2023 stammt der Strom für die Kernproduktion zu 100 Prozent aus CO?-freien Quellen. Der kumulierte Grünstrom-Verbrauch liegt seitdem bei über 18 Milliarden Kilowattstunden. Im Vergleich zu 2022 sank die Energieintensität pro Produkteinheit um 28 Prozent, die Kohlenstoffemissionsintensität sogar um rund 77 Prozent.

Lieferkette im Fokus

Anzeige

CATL hat alle 20 Produktionsstandorte als klimaneutral zertifizieren lassen – nach ISO 14068-1. Für Entscheider, die unter Druck durch EU-Umweltregularien stehen, zeigt dieser Report, wie Sie Ihre Lieferkette dekarbonisieren und Wettbewerbsvorteile sichern. Jetzt kostenlosen ESG-Report anfordern

Der nächste Schritt: Bis 2035 will CATL die gesamte Wertschöpfungskette dekarbonisieren – von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling. Eine Herkulesaufgabe, denn über 80 Prozent der Lebenszyklus-Emissionen einer Batterie entstehen in der Lieferkette.

Ab 2027 müssen Zulieferer detaillierte Daten zu ihrem CO?-Fußabdruck vorlegen. Wer eine bessere Emissionsbilanz vorweist, erhält Vorzugskonditionen bei der Auftragsvergabe. Für über 100 Kernlieferanten hat der Konzern bereits Basisdaten erhoben.

Digitale Überwachung und starke Marktposition

Anzeige

Ab 2027 verlangt CATL von Zulieferern detaillierte CO?-Daten – ein Signal für die gesamte Branche. Wer jetzt seine Emissionsbilanz offenlegt, sichert sich Vorzugskonditionen. Dieser Leitfaden liefert konkrete Schritte zur Lieferketten-Transparenz. Leitfaden zur CO?-Bilanz jetzt sichern

Zur Kontrolle der Fortschritte dient das hauseigene „Carbon Chain Management System“ (CCMS). Die Plattform überwacht Emissionen entlang der Produktionslinien und modelliert mehr als 1.000 Produkte und Rohstoffe.

Die Nachhaltigkeitsoffensive trifft auf eine komfortable Marktlage: Im ersten Halbjahr hielt CATL 39,9 Prozent am weltweiten Markt für Antriebsbatterien. Der Nettogewinn lag bei 43,28 Milliarden Yuan (rund 6,37 Milliarden US-Dollar). Mehrere vom Weltwirtschaftsforum ausgezeichnete „Lighthouse-Fabriken“ sollen sicherstellen, dass die Produkte auch künftig verschärfte Umweltregularien etwa in der EU erfüllen.

Disclaimer...

de | wirtschaft | 69961482 |