Merz erwartet Kooperation von Bund und LĂ€ndern bei Hafenstrategie
26.03.2024 - 17:12:27"Dass die Bundesregierung eine Nationale Hafenstrategie macht, ist richtig, aber dann muss natĂŒrlich jetzt operativ etwas daraus folgen", sagte Merz am Mittwoch. Merz traf in Hamburg Gaby Bornheim, die PrĂ€sidentin des Verbandes Deutscher Reeder, zu einem Austausch ĂŒber die Arbeit des Verbandes und die Nationale Hafenstrategie der Bundesregierung.
Bei der Verkehrsinfrastruktur verwies Merz auf eine klare Aufgabenteilung zwischen Bund und LĂ€ndern. Die Infrastruktur an Land sei Aufgabe des Bundes. FĂŒr die HĂ€fen seien in erster Linie die LĂ€nder zustĂ€ndig. "Aber wenn der Bund schon eine Nationale Hafenstrategie macht, dann muss man erwarten, dass er anschlieĂend in die Koordinierung mit den LĂ€ndern geht und die gemeinsame Frage beantwortet: Was ist dafĂŒr auch finanziell erforderlich, um daraus ein Projekt fĂŒr die nĂ€chsten Jahre und Jahrzehnte zu machen?" Vor- und Nachteile des deutschen Föderalismus lĂ€gen bei dem Thema dicht beieinander.
Das Bundeskabinett hatte die Nationale Hafenstrategie in der vergangenen Woche beschlossen. Nach Angaben von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) enthĂ€lt sie 139 MaĂnahmen, mit denen die deutschen HĂ€fen fit fĂŒr die Zukunft werden sollen. Auch nach dem Beschluss bestehen die KĂŒstenlĂ€nder allerdings auf einem stĂ€rkeren finanziellen Engagement des Bundes.
Eine bundesweite Förderung und ein erhöhter Ausgleich fĂŒr die besonderen finanziellen Belastungen durch die SeehĂ€fen mĂŒsse der nĂ€chste Schritt nach Vorlage des Papiers sein, heiĂt es in einer ErklĂ€rung der zustĂ€ndigen Ressortchefs aus Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Deutschland wickelt rund 60 Prozent seines Im- und Exports ĂŒber den Seeweg ab. Im vergangenen Jahr waren dies rund 267,8 Millionen Tonnen GĂŒter, darunter Energie, Lebensmittel, Kleidung, Technik und Medikamente.

