Merz, Abschreckung

Merz: nukleare Abschreckung in Europa muss stÀrker werden

09.03.2025 - 17:56:06

CDU-Chef Friedrich Merz plĂ€diert dafĂŒr, in der nuklearen Abschreckung in Europa gemeinsam stĂ€rker zu werden.

Der Unions-Kanzlerkandidat sagte im Deutschlandfunk, dazu mĂŒsse aus seiner Sicht mit Frankreich und Großbritannien ĂŒber nukleare Teilhabe gesprochen werden.

Eine nukleare Teilhabe ist Teil des Abschreckungskonzepts in der Nato. Dabei gewÀhren die USA einigen Nato-Partnern - auch Deutschland - im Kriegsfall Zugriff auf Atombomben. Die Bundeswehr hÀlt Flugzeuge bereit, die US-Atombomben ins Ziel fliegen können.

Merz verwies auch auf GesprĂ€che mit dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron in Paris ĂŒber nukleare Abschreckung. "Wir wollen jetzt zunĂ€chst einmal unsere Vorstellungen miteinander abgleichen", sagte Merz.

"Wir sollten auch Großbritannien einbeziehen. Wir haben noch zwei NuklearmĂ€chte in Europa. Das sind Frankreich und Großbritannien", sagte Merz. Die GesprĂ€che sollten immer unter dem Aspekt gefĂŒhrt werden einer ErgĂ€nzung des amerikanischen nuklearen Schutzschirms, "den wir natĂŒrlich auch aufrechterhalten sehen wollen".

Merz machte klar, Deutschland werde "nicht selbst ĂŒber Atomwaffen verfĂŒgen können und dĂŒrfen". Es gebe mindestens zwei VertrĂ€ge, die dies Deutschland nicht erlaubten, darunter der Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990. Merz sagte: "Da hat Deutschland ausdrĂŒcklich darauf verzichtet, selbst Atomwaffen zu besitzen, und dabei wird es auch bleiben."

@ dpa.de