Chempark-Sicherheit, Mitarbeiter

Chempark-Sicherheit: 12.000 Mitarbeiter unter Dauerschutz 24/ 7

04.07.2026 - 00:30:11 | boerse-global.de

Der CHEMPARK setzt auf ein dreistufiges Sicherheitskonzept mit 24/7-Zentralen und Werkfeuerwehr. Aktuelle ChemieunfÀlle belegen die Relevanz.

CHEMPARK Sicherheitssystem: Zentrale KrisenprÀvention im Detail
Chempark-Sicherheit - Eine moderne Zugangskontrolle mit Schranken, Kameras und einem WachhĂ€uschen an einem großen Industriepark. 04.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

000 Mitarbeiter allein in Dormagen – der CHEMPARK mit seinen Standorten in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen fĂ€hrt ein ausgeklĂŒgeltes Sicherheitssystem. Es kombiniert physische Zugangskontrollen mit permanenter technischer Überwachung und umfassender KrisenprĂ€vention.

Drei Sicherheitszentralen – rund um die Uhr besetzt

Das HerzstĂŒck des Konzepts: drei Sicherheitszentralen an jedem Standort. Sie sind im 24-Stunden-Betrieb besetzt und bearbeiten jĂ€hrlich mehr als 200.000 Anrufe. Die Aufgaben reichen von der ZugangsĂŒberwachung bis zur Koordination von RettungskrĂ€ften.

FĂŒr den Brandschutz steht eine Werkfeuerwehr mit rund 450 EinsatzkrĂ€ften bereit. Über 130 spezialisierte Fahrzeuge rĂŒcken jĂ€hrlich zu mehr als 1.000 EinsĂ€tzen aus. ErgĂ€nzt wird das System durch einen eigenen Rettungsdienst mit Ambulanzen und NotĂ€rzten an jedem Standort.

Das Krisenmanagement stĂŒtzt sich auf ĂŒber 300 geschulte Personen. Sie absolvieren jĂ€hrlich 40 bis 50 Übungen und Schulungen.

Zwei ChemieunfÀlle zeigen die Notwendigkeit

Die Bedeutung schneller Reaktionsketten machten gleich zwei VorfÀlle Anfang Juli deutlich. Am 2. Juli trat in Mönchengladbach-Odenkirchen SchwefelsÀure aus einem Chemieunternehmen aus. Eine Person wurde verletzt und in eine Spezialklinik eingeliefert. Die Feuerwehr verhinderte ein Eindringen der Chemikalie in die Kanalisation.

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Nur einen Tag spĂ€ter, am 3. Juli, kam es im Logport Duisburg zu einem Austritt Ă€tzender FlĂŒssigkeit in einer Lagerhalle. Zehn Personen wurden kontaminiert und mussten dekontaminiert werden. Rund 90 Feuerwehrleute sicherten die restlichen etwa 100 Liter in Auffangwannen.

Beide VorfĂ€lle unterstreichen: Sicherheitszentralen mit permanenter Krisenkommunikation sind keine Option – sie sind Pflicht.

Digitaler Schutz wird zum Standard

Doch Sicherheit endet nicht am Werkstor. Die NIS-2-Richtlinie zwingt Fertigungsunternehmen, IT- und OT-Sicherheit ganzheitlich zu betrachten. Der Grund: 2025 waren schÀtzungsweise neun von zehn Unternehmen von Cyberangriffen betroffen. Der wirtschaftliche Schaden war enorm.

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Strukturierte Background-Checks fĂŒr GeschĂ€ftspartner werden daher zunehmend zum Standard. Dienstleister wie das Schweizer Unternehmen Validato bieten Screenings an, die Sanktionslisten, Strafregister und Adverse-Media-PrĂŒfungen umfassen.

Auch die Validierung von Produktionsanlagen durch externe PrĂŒfprogramme gewinnt an Bedeutung. So fĂŒhrte etwa AGC Pharma Chemicals fĂŒr eine neue API-Anlage in Barcelona entsprechende Tests durch – ein Beispiel fĂŒr QualitĂ€tssicherung in der chemisch-pharmazeutischen Lieferkette.

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