Chinas, MinisterprÀsident

Chinas MinisterprÀsident Li verteidigt Subventionen

16.04.2024 - 15:04:01

Chinas MinisterprĂ€sident Li Qiang hat die chinesischen Subventionen im Bereich grĂŒne Energie gegen den Vorwurf des ungerechten Wettbewerbs verteidigt.

"Hinsichtlich der Leute, die sagen, die Dominanz von Chinas Industrie fĂŒr erneuerbare Energie und so weiter ist durch Subventionen zustande gekommen, finde ich, dass diese Ansicht nicht der Wirklichkeit entspricht", sagte Li am Dienstagabend (Ortszeit) in Peking nach einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz. Industriesubventionen seien gĂ€ngige Praxis auf der Welt, auch in Europa und den USA. Manche LĂ€nder subventionierten mehr Projekte und der Betrag sei grĂ¶ĂŸter, sagte Li.

Derzeit steht China immer wieder in der Kritik, Hersteller von Batterien oder Solarzellen so stark zu subventionieren, dass ihre Produkte dem Vorwurf nach preislich die von Firmen auf anderen MĂ€rkten deutlich unterbieten. Auch spielt in der Debatte Überproduktion in China immer wieder eine Rolle, weshalb die gĂŒnstigen Produkte auf den auslĂ€ndischen Markt gelangen, weil im "Reich der Mitte" die Nachfrage nach Ansicht einiger Beobachter zu gering ist. Dazu sagte Li, ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sei weitverbreitet. Man mĂŒsse die Kooperationen verstĂ€rken, damit alle profitierten und nicht einfach sagen, wer ÜberkapazitĂ€ten habe, erklĂ€rte er.

Mit Blick auf Deutschland sagte Li, dass China und die Bundesrepublik den Handelsumfang weiter ausbauen und eine ausgeglichene Handelsbilanz besser vorantreiben sollten. China sei dafĂŒr bereit, mehr "QualitĂ€tsprodukte" aus Deutschland zu importieren. Außerdem seien BeschrĂ€nkungen auf deutsches Rindfleisch und Äpfel aufgehoben worden.

@ dpa.de