Coca-Cola Deutschlandchef sieht zweistelliges Wachstum bei Zero
Veröffentlicht am: 05.09.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSCoca-Cola-Deutschlandchef John Galvin sieht Zero-GetrÀnke als klaren Wachstumsmarkt und berichtet von einem deutlich steigenden Absatz in diesem Segment. Vor dem Hintergrund einer möglichen Zuckersteuer greifen seiner Beobachtung nach immer mehr Verbraucher zu zuckerfreien Varianten.
Coca-Cola verzeichnet zweistelliges Wachstum bei Zero-Produkten
Der Trend gehe eindeutig in Richtung Zero-GetrĂ€nke, sagte Galvin den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. In diesem Bereich wachse Coca-Cola nach seinen Angaben zweistellig, also mit zweistelligen prozentualen Zuwachsraten. Die Entwicklung stĂŒtzt nach Ansicht des Managers die strategische Ausrichtung des Konzerns.
Die GetrÀnkeindustrie habe den Zuckeranteil in ihren Produkten bereits reduziert, zugleich gebe es einen ohnehin vorhandenen Trend hin zu zuckerfreien Angeboten. Nach Galvins Worten liegt dies auch im Eigeninteresse des Unternehmens: Wer zuckerfrei konsumiert, greift erfahrungsgemÀà eher zu einem zweiten oder dritten Glas.
Konzern investiert in zuckerfreie Rezepturen
Galvin fĂŒhrt aus, dass Coca-Cola deshalb stark in zuckerfreie Rezepturen investiert. Entscheidendes Ziel ist, den Geschmack möglichst nah an die klassische Variante heranzufĂŒhren, damit Kunden den Unterschied im Alltag kaum bemerken. Der Deutschlandchef beschreibt diesen Kurs als aktives Vorantreiben: Man âpusheâ in Richtung Zero-GetrĂ€nke.
Der anhaltende Trend hin zu zuckerfreien Produkten gebe dem Konzern nach Galvins Darstellung recht. Coca-Cola sieht sich damit sowohl an verĂ€nderte VerbraucherwĂŒnsche als auch an potenzielle regulatorische Vorgaben wie eine Zuckersteuer angepasst.
Die Aussagen des Deutschlandchefs von Coca-Cola stehen im Kontext einer politischen Debatte ĂŒber eine mögliche Zuckersteuer auf sĂŒĂe GetrĂ€nke. Eine solche Abgabe wird seit Jahren immer wieder diskutiert, weil der Konsum stark gezuckerter Produkte mit Ăbergewicht, Diabetes und anderen Folgeerkrankungen in Verbindung gebracht wird. Gesundheitsorganisationen verweisen auf internationale Beispiele, in denen eine Steuer den Konsum zuckerhaltiger GetrĂ€nke spĂŒrbar verringert hat.
FĂŒr die Industrie ergibt sich daraus ein doppelter Anpassungsdruck: Einerseits sollen Produkte weniger Zucker enthalten, andererseits darf der Geschmack aus Sicht der Verbraucher möglichst unverĂ€ndert bleiben. Galvin betont, dass die Branche bereits den Zuckergehalt reduziert und parallel zuckerfreie Varianten ausbaut. Die Zero-GetrĂ€nke verbinden das bekannte Markenprofil mit einem Angebot ohne Zucker, was sie fĂŒr gesundheitsbewusste und kalorienorientierte Konsumenten attraktiv macht.
Markttrend zu zuckerfreien Varianten
Dass Coca-Cola nach eigenen Angaben bei Zero-Produkten zweistellig wĂ€chst, deutet auf einen stabilen Nachfragezuwachs hin. Zero-GetrĂ€nke sind fĂŒr den Konzern strategisch wichtig, weil sie die Risiken einer möglichen Zuckersteuer abfedern können und gleichzeitig die Marke in ein gesundheitsbewussteres Umfeld rĂŒcken. Wenn Konsumenten zuckerfreie Produkte hĂ€ufiger und in gröĂeren Mengen trinken, stĂ€rkt das zudem den Absatz, ohne dass der Zuckerkonsum steigt.
Bedeutung fĂŒr Verbraucher und Politik
FĂŒr Verbraucher dĂŒrften sich mit einer möglichen Zuckersteuer vor allem Preisunterschiede zwischen klassisch gezuckerten und zuckerfreien GetrĂ€nken vergröĂern. Zero-Produkte könnten dadurch zusĂ€tzlich an Bedeutung gewinnen, weil sie Geschmack und Preisvorteile vereinen. FĂŒr die Politik bleibt die Frage, ob steuerliche Anreize ausreichen, um den Konsum insgesamt in eine gesundheitlich vertrĂ€glichere Richtung zu lenken, oder ob ergĂ€nzende MaĂnahmen wie AufklĂ€rung und klare Kennzeichnung notwendig sind. In jedem Fall zeigt das Beispiel Coca-Cola, wie stark Regulierungserwartungen inzwischen die Produktstrategie groĂer GetrĂ€nkeanbieter prĂ€gen.
