CSRD-Compliance, Vebego

CSRD-Compliance: Vebego liefert Scope-3-Daten für Nachhaltigkeitsberichte

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 01:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vebego will Kunden ab 2026 mit Verbrauchsinformationen unterstützen und setzt zugleich auf emissionsärmere Reinigungsverfahren.

Vebego liefert ab 2026 Scope-3-Daten für CSRD-Berichte
Modernes Bürogebäude mit großen Glasfronten und hellem Innenraum als Symbol für nachhaltiges Facility Management. Illustration mit AI erstellt.

Der Facility-Management-Dienstleister Vebego wird seine Kunden ab dem Jahr 2026 mit detaillierten Verbrauchsdaten unterstützen, um die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu erfüllen.

Wie Anfang September 2026 bekannt wurde, konzentriert sich das Unternehmen dabei insbesondere auf die Bereitstellung valider Informationen zu sogenannten Scope-3-Emissionen. Diese fallen in der Wertschöpfungskette an und stellen für viele Unternehmen bislang eine Hürde bei der Erstellung rechtskonformer Nachhaltigkeitsberichte dar.

Transparenz in der Wertschöpfungskette durch Scope-3-Daten

Die CSRD verpflichtet eine wachsende Anzahl von Unternehmen dazu, umfassende Berichte über ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen vorzulegen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Berichterstattung ist die Dokumentation von Treibhausgasemissionen.

Während Scope-1- und Scope-2-Emissionen, die direkt im Unternehmen oder durch den Zukauf von Energie entstehen, oft gut erfassbar sind, erweisen sich Scope-3-Emissionen als komplexer. Diese umfassen indirekte Emissionen, die unter anderem durch eingekaufte Dienstleistungen – wie die Gebäudereinigung und das Facility Management – verursacht werden.

Ab dem Jahr 2026 stellt Vebego hierfür präzise Verbrauchsdaten zur Verfügung. Ziel ist es, die Compliance der Auftraggeber zu sichern und eine belastbare Datenbasis für deren Nachhaltigkeitsmanagement zu schaffen. Durch die genaue Aufschlüsselung der Verbräuche können Kunden die ökologischen Auswirkungen der Dienstleistungen unmittelbar in ihre Bilanzierung integrieren.

Nachhaltige Reinigungskonzepte und technische Standards

Um die Emissionen bereits an der Quelle zu reduzieren, setzt der Dienstleister auf eine Kombination aus zertifizierten Produkten und innovativen Verfahren. Ein zentraler Baustein ist die Verwendung von Reinigungsmitteln, die nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip zertifiziert sind.

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Dieses Konzept verfolgt den Ansatz einer durchgängigen Kreislaufwirtschaft, bei der alle eingesetzten Materialien nach ihrer Nutzung wieder in den biologischen oder technischen Kreislauf zurückgeführt werden können.

Zusätzlich setzt das Unternehmen auf die Trockeneisreinigung als emissionsarmes Verfahren. Die Einhaltung internationaler Umweltstandards wird zudem durch eine bestehende ISO-14001-Zertifizierung untermauert, die ein systematisches Umweltmanagement innerhalb der Organisation belegt.

Strategischer Fokus auf Prozessoptimierung und Compliance

Neben technischen Lösungen spielen organisatorische Anpassungen eine wesentliche Rolle bei der Emissionsminderung. Ein Beispiel hierfür ist die Forcierung der Tagesreinigung.

Durch die Verlagerung der Reinigungsaktivitäten in die regulären Geschäftszeiten lässt sich der Energieverbrauch für Beleuchtung und Heizung in den Objekten senken, da zusätzliche Betriebszeiten in den Randstunden vermieden werden. Dies wirkt sich unmittelbar positiv auf die Emissionsbilanz der betreuten Immobilien aus.

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Jörg Tobollik, COO bei Vebego, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Datenqualität. Laut Tobollik sei die Bereitstellung präziser Informationen essenziell, damit Kunden ihre Nachhaltigkeitsziele nicht nur formulieren, sondern auch gegenüber Regulierungsbehörden und Stakeholdern nachweisen können. Die Vorbereitung auf die CSRD-Anforderungen werde somit zu einem integralen Bestandteil der Dienstleistungsqualität im Facility Management.

Mit der Ankündigung, die Datenbereitstellung ab 2026 systematisch zu professionalisieren, reagiert der Dienstleister auf den steigenden Druck im Marktumfeld. Für Unternehmen wird die Wahl ihrer Partner zunehmend davon abhängen, inwieweit diese in der Lage sind, die notwendigen Kennzahlen für die verpflichtende Berichterstattung verlässlich zu liefern.

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