Söder erteilt Steuererhöhungen klare Absage
03.08.2025 - 14:16:08"Also erst mal gibt es eine klare Koalitionsvereinbarung. Die SPD hat von ihrer Veranlagung her die Idee, höhere Steuern zu machen. Die wird es aber nicht geben", sagte der bayerische MinisterprÀsident im ZDF-"Berlin direkt Sommerinterview".
SPD-Chefin Bas hĂ€lt Steuererhöhung fĂŒr vorstellbar
Bundesarbeitsministerin BĂ€rbel Bas hatte zuletzt deutlich gemacht, dass sie zur langfristigen Finanzierung von Rente, Kranken- und Pflegeversicherung auch Steuererhöhungen fĂŒr vorstellbar hĂ€lt. Um steigende BeitrĂ€ge zu verhindern, seien Reformen und höhere staatliche ZuschĂŒsse notwendig, sagte die SPD-Vorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Koalition hat fĂŒr diese Wahlperiode Steuererhöhungen ausgeschlossen. Es ist fraglich, ob das dauerhaft funktionieren kann."
CSU-Chef setzt auf mehr Wirtschaftswachstum
Söder betonte, die Koalition habe "gerade erst die Steuern gesenkt" und zusÀtzliche Schulden gemacht. "Man kann nicht ernsthaft sagen, wenn man Schulden macht, von der Planung her bis zu 500 Milliarden, dann will man noch Steuern erhöhen." Um die LeistungsfÀhigkeit des Staates zu verbessern und mehr Steuereinnahmen zu generieren, brauche es wieder Wirtschaftswachstum.
Das gelinge vor allem, indem mehr Leute in Arbeit kĂ€men, sagte Söder. Entscheidend sei dabei eine "komplette VerĂ€nderung des BĂŒrgergelds" in zweierlei Weise: "Es muss endlich dafĂŒr gesorgt werden, dass jeder Arbeit annehmen muss, der arbeiten kann."
Söder fordert generell kein BĂŒrgergeld mehr fĂŒr Ukrainer
Zudem sprach sich Söder dafĂŒr aus, dass die in Deutschland lebenden Ukrainer kein BĂŒrgergeld mehr erhalten sollten, "und zwar am besten nicht nur die, die in der Zukunft kommen, sondern alle". Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verstĂ€ndigt, dass nur neu nach Deutschland kommende Ukrainer kein BĂŒrgergeld mehr erhalten sollten. Söder begrĂŒndete seine neue Forderung mit den neuen US-Handelszöllen. Dadurch verĂ€ndere sich die wirtschaftliche Lage und die Koalition brauche ein "Update, was wirtschaftlich notwendig ist".

