Söder, Klage

Söder hÀlt an Klage gegen LÀnderfinanzausgleich fest

10.04.2025 - 16:03:33

CSU-Chef Markus Söder will die bayerische Klage gegen den LÀnderfinanzausgleich auch nach dem erfolgreichen Ende der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD aufrechterhalten.

"Die Klage bleibt. Das ist eine grundsĂ€tzliche Frage", sagte der bayerische MinisterprĂ€sident nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in MĂŒnchen.

Bund will 400 Millionen Euro Ausgleich an GeberlÀnder zahlen

Im 144-seitigen Koalitionsvertrag hatten sich CDU, CSU und SPD auf einen finanziellen Ausgleich fĂŒr die sogenannten GeberlĂ€nder in dem Finanzsystem geeinigt. 400 Millionen Euro pro Jahr sollen vom Bund anteilig an die Geber erstattet werden. Zuletzt waren dies Bayern, Baden-WĂŒrttemberg, Hessen und Hamburg, wobei der Freistaat seit Jahren der mit Abstand grĂ¶ĂŸte Zahler ist.

Söder nannte dies ein faires Angebot, in dieser Situation einen Beitrag zu leisten. "Aber im Grunde genommen muss die grundsĂ€tzliche Diskussion ĂŒber das Bundesverfassungsgericht erfolgen", sagte er.

Mit dem LĂ€nderfinanzausgleich sollen annĂ€hernd gleiche LebensverhĂ€ltnisse gesichert werden. Finanzstarke BundeslĂ€nder zahlen ein, finanzschwache LĂ€nder profitieren. 2024 wurden nach Angaben des Bundesfinanzministeriums so rund 18,65 Milliarden Euro in Deutschland umverteilt. GrĂ¶ĂŸter Einzahler war erneut Bayern. Der Freistaat stemmt mit rund 9,77 Milliarden Euro 52 Prozent des Gesamtvolumens und kĂ€mpft schon lange um eine Reform des Ausgleichs.

2024 klagte Bayern Karlsruhe gegen Finanzausgleich

Im Juli 2024 hatte Bayern seine Klage gegen den Finanzausgleich beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Wann das Gericht eine Entscheidung fĂ€llt, ist völlig offen. Der Freistaat fordert eine Neuregelung, da er seit vielen Jahren die mit Abstand grĂ¶ĂŸte Last bei dem Ausgleichssystem trĂ€gt. In dem Verfahren haben sich die zwölf BundeslĂ€nder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und ThĂŒringen zu einer Prozessgemeinschaft zusammengefunden.

@ dpa.de