Stromsteuer: Söder wundert sich ĂŒber LĂ€nderkollegen
06.07.2025 - 21:26:30 | dpa.deSie beharrten wahrscheinlich nur deshalb darauf, "weil es den LÀnderhaushalt nicht betrifft", sagte der bayerische MinisterprÀsident in der ZDF-Sendung "Berlin direkt".
Beim Ringen um den "Wachstumsbooster" sei noch genau das Gegenteil der Fall gewesen. Da habe es ein "Riesentheater" gegeben, die LĂ€nder hĂ€tten auf "Riesenentlastungen" fĂŒr die LĂ€nderhaushalte beharrt. "Und die gleichen, die damals gesagt haben, dann lieber keine Steuersenkung, fordern jetzt die Steuersenkung", kritisierte Söder.
Der CSU-Chef bezog sich damit auf die WiderstĂ€nde der LĂ€nder gegen die Finanzierung des geplanten milliardenschweren Steuerentlastungspakets. Sie unterstĂŒtzen zwar die EntlastungsplĂ€ne fĂŒr die schwache Wirtschaft, hatten aber eine Kompensation fĂŒr ihre EinnahmeausfĂ€lle verlangt. Vor zwei Wochen einigten sich Bund und LĂ€nder ĂŒber die Aufteilung der Kosten, der Bund federt groĂe Teile der erwarteten SteuereinbuĂen ab.
Söder: Senkung der Stromsteuer nicht vom Tisch
Die Spitzen von Union und SPD hatten am Mittwoch entschieden, dass es vorerst keine Senkung der Stromsteuer fĂŒr alle Firmen sowie fĂŒr private Haushalte geben soll. Das hatten CDU, CSU und SPD im Koalitionsvertrag jedoch angekĂŒndigt - allerdings unter Finanzierungsvorbehalt. Die CDU-MinisterprĂ€sidenten forderten daraufhin mehrheitlich eine Korrektur dieser Entscheidung.
Söder bekrĂ€ftigte, die Senkung der Stromsteuer fĂŒr alle sei nicht vom Tisch, sie komme spĂ€testens bis zum 1.1.2027.
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