Arbeitslosigkeit steigt, BeschÀftigung stagniert
27.03.2026 - 11:31:40 | dpa.deDer Krieg im Iran hat auch Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts fĂŒr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat im MĂ€rz den vierten RĂŒckgang in Folge verzeichnet und kam auf 99,4 Punkte. Ein Wert von 100 Punkten gibt eine neutrale Entwicklung am Arbeitsmarkt an, 110 wĂ€re eine besonders gute, 90 eine besonders schlechte Entwicklung.
«Angesichts von Iran-Krieg und Ălpreisschock gibt es weiterhin keine Erholungssignale vom deutschen Arbeitsmarkt», sagte der Leiter des Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen am IAB, Enzo Weber. Die Arbeitslosigkeit werde in den nĂ€chsten Monaten weiter steigen, wĂ€hrend die BeschĂ€ftigung weitgehend stagniere. In ihrer mittelfristigen Prognose erwarten die NĂŒrnberger Forscher allerdings fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte eine Erholung.Â
Auch im europĂ€ischen Ausland sei die Lage Ă€hnlich, sagte Weber. «Die europĂ€ischen Arbeitsmarktaussichten stagnieren. Angesichts der Weltlage kann man das schon als gute Nachricht sehen», betonte Weber.Â
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer basiert auf einer Umfrage unter allen deutschen Arbeitsagenturen zu deren Erwartungen fĂŒr die jeweils folgenden drei Monate. Die Antworten fĂŒr die MĂ€rz-Umfrage erfolgten im Wesentlichen in den drei Tagen ab dem 11. MĂ€rz 2026. Der Iran-Krieg und der Ălpreisschock waren zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt.
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