Bier, Deutschland

Bierkrise in den reichen LĂ€ndern setzt dem Hopfen zu

11.06.2026 - 16:16:22 | dpa.de

Das Bier verdankt seinen Geschmack hauptsÀchlich dem Hopfen, und Hopfen aus Deutschland wird in alle Welt exportiert. Doch die Pflanzer leiden unter abnehmendem Bierdurst.

Ein bayerischer Hopfenpflanzer bei der Arbeit (Archiv) - Bild: Sven Hoppe/dpa
Ein bayerischer Hopfenpflanzer bei der Arbeit (Archiv) - Bild: Sven Hoppe/dpa

Deutschlands Hopfenpflanzer leiden unter sinkendem Bierdurst: In diesem Jahr ist die AnbauflÀche um 1.101 Hektar beziehungsweise knapp sechs Prozent geschrumpft, wie der Hopfenpflanzer-Verband in Wolnzach mitteilte. Die gesamte deutsche AnbauflÀche in diesem Jahr liegt demnach noch bei 17.861 Hektar. Es sinkt auch die Zahl der Betriebe: Weil 62 Hopfenpflanzer das GeschÀft aufgegeben haben, verbleiben nunmehr nur noch 904 Hopfenpflanzer in ganz Deutschland.

Nischenkultur von weltweiter Bedeutung fĂŒr Brauereien

Gemessen an der AnbauflĂ€che war der Hopfen - verglichen mit Mais oder Weizen - auch in guten Jahren schon eine Nischenkultur. Doch ist Deutschland nach Angaben von VerbandsprĂ€sident Adi Schapfl nach wie vor weltgrĂ¶ĂŸter Hopfenproduzent: Mehr als ein Drittel des global angebauten Hopfens wird demnach in der Bundesrepublik angebaut, gefolgt von den USA und Tschechien auf den PlĂ€tzen zwei und drei. Der Großteil geht in den Export. 

Nach Berechnungen der japanischen Großbrauerei Kirin ist der weltweite Bierkonsum in den vergangenen Jahren zwar ganz leicht gestiegen, in vielen wohlhabenden Industriestaaten jedoch zurĂŒckgegangen. Zahlen fĂŒr 2025 hat der Konzern noch nicht publiziert, doch 2024 wurden demnach rund um den Globus 194 Milliarden Liter Bier getrunken. Grundlage der Berechnungen sind weltweite Umfragen unter BrauerverbĂ€nden und Daten der StatistikĂ€mter.

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