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BSW klagt in Karlsruhe auf NeuauszÀhlung der Wahl

11.03.2025 - 15:51:20

Das BĂŒndnis Sahra Wagenknecht zieht nach dem knapp verpassten Einzug in den Bundestag vor das Bundesverfassungsgericht, um eine neue AuszĂ€hlung der WĂ€hlerstimmen zu erreichen.

Eine BSW-Sprecherin bestÀtigte der Deutschen Presse-Agentur einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Antrag sei heute in Karlsruhe eingereicht worden, sagte sie. Im Laufe der Woche sollen weitere Klagen folgen.

Das BSW hatte nach dem vorlĂ€ufigen Endergebnis bei der Bundestagswahl am 23. Februar bundesweit rund 4,972 Prozent der Stimmen erhalten und damit den Einzug ins Parlament sehr knapp verfehlt. Seither ergaben einzelne NachzĂ€hlungen an mehreren Orten, dass offenbar einige Stimmen falsch zugeordnet wurden. Große Verschiebungen der StimmverhĂ€ltnisse wurden aber nicht bekannt.

ParteigrĂŒnderin Sahra Wagenknecht sprach in der "FAZ" von "einigen Tausend BSW-Stimmen", die offenbar fĂ€lschlicherweise anderen Parteien zugeordnet oder als ungĂŒltig bewertet worden seien. "Der Respekt vor den WĂ€hlern gebietet es, mögliche Fehler genau zu prĂŒfen und zu korrigieren", sagte die BSW-Chefin. Das funktioniere nur, "wenn vor Feststellung des amtlichen Endergebnisses eine bundesweite NeuauszĂ€hlung erfolgt".

Das amtliche Endergebnis soll bereits am kommenden Freitag vom Bundeswahlausschuss bekannt gegeben werden. Danach könnte dagegen Einspruch erhoben und nötigenfalls geklagt werden.

Vertreten wird das BSW unter anderem vom Staatsrechtler Christoph Degenhart. Er sagte der "FAZ": "Der Ă€ußerst knappe Wahlausgang zu Lasten des BSW macht eine umfassende ÜberprĂŒfung des Wahlvorgangs noch vor Feststellung des amtlichen Endergebnisses erforderlich. Andernfalls drohen Rechtsverluste, eine SchwĂ€chung demokratischer Legitimation und die Missachtung des WĂ€hlerwillens."

@ dpa.de