Studie zum Umbau der HĂ€fen fĂŒr die Energiewende
12.08.2025 - 17:00:39"DafĂŒr werden dann auch Milliarden Investitionen notwendig werden, ĂŒber einen Zeitraum von zehn Jahren", sagte der Koordinator der Bundesregierung fĂŒr die maritime Wirtschaft und den Tourismus, Christoph PloĂ, bei einem Besuch in Bremen. "Der Bund kann sich daran beteiligen und wird sich auch dann daran beteiligen."
Die Studie soll den Bedarf und die Perspektive der einzelnen HĂ€fen als kĂŒnftige Energie-Drehkreuze aufzeigen. Bremerhaven könnte etwa ein wichtiger Umschlagplatz fĂŒr Wasserstoff oder fĂŒr klimafreundliche Kraftstoffe wie Methanol oder auch E-Fuels werden, meinte PloĂ. Der Umbau der HĂ€fen soll möglichst bald beginnen. "Das ist auch mein explizites Ziel in dieser Legislaturperiode, da diese Investitionen in die Wege zu leiten."
Hoffnung auf mehr Geld vom Bund fĂŒr die HĂ€fen
Der Koordinator der Bundesregierung betonte erneut, dass Hafenpolitik als nationale Aufgabe verstanden werden mĂŒsse. Laut Grundgesetz sind die LĂ€nder fĂŒr die HĂ€fen zustĂ€ndig. "Das wird aber nicht reichen", befĂŒrchtet PloĂ mit Blick auf den Sanierungsstau. "Wir brauchen ein stĂ€rkeres Engagement der Bundesregierung."
Bislang ĂŒberweist der Bund pro Jahr 38 Millionen Euro fĂŒr alle deutschen SeehĂ€fen zusammen. Die Branche und die fĂŒnf NordlĂ€nder fordern dagegen in der Summe bis zu 500 Millionen Euro. PloĂ strebt eine Ănderung der Verfassung an, damit sich der Bund kĂŒnftig stĂ€rker bei der Finanzierung der HĂ€fen einbringt. "Ich werde auf jeden Fall meinen Teil dazu beitragen, dass es so kommt, und auch dafĂŒr kĂ€mpfen."

