Bericht: US-Amerikaner wollten Grönland 'infiltrieren'
27.08.2025 - 13:54:31Das sagte DĂ€nemarks AuĂenminister Lars LĂžkke Rasmussen dem Fernsehsender DR.
Der Sender meldete, dass mindestens drei US-Amerikaner mit Verbindungen zu US-PrÀsident Donald Trump versucht hÀtten, die grönlÀndische Gesellschaft zu "infiltrieren", um das VerhÀltnis des arktischen Landes zu DÀnemark zu schwÀchen. Dabei berief sich der Sender auf dÀnische Regierungs- und Behördenkreise sowie auf anonyme Quellen in Grönland und den USA.
US-PrĂ€sident Donald Trump hat in den vergangenen Monaten immer wieder sein Interesse geĂ€uĂert, aus GrĂŒnden der nationalen und internationalen Sicherheit die Kontrolle ĂŒber Grönland ĂŒbernehmen zu wollen. Die Insel ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich DĂ€nemark. Beide LĂ€nder haben Trumps Begehrlichkeiten immer wieder klar zurĂŒckgewiesen.
DĂ€nemarks AuĂenminister: Einmischung "inakzeptabel"
Auch jetzt sagte DĂ€nemarks AuĂenminister Rasmussen dem Sender DR: "Jeder Versuch der Einmischung in die internen Angelegenheiten des Königreiches ist selbstverstĂ€ndlich inakzeptabel."
Dem Bericht zufolge hat einer der MĂ€nner unter anderem eine Liste mit Namen von GrönlĂ€ndern erstellt, die US-PrĂ€sident Trump wohlgesinnt sein sollen und die er fĂŒr eine UnabhĂ€ngigkeitsbewegung rekrutieren könnte. Ebenso habe er eine Liste von Einheimischen angefertigt, die den USA kritisch gegenĂŒberstehen sollen. Aus dem WeiĂen Haus gab es zunĂ€chst keine Reaktion.
Im Mai hatte das "Wall Street Journal" berichtet, dass die US-Regierung ihre Geheimdienste aufgefordert habe, mehr ĂŒber die UnabhĂ€ngigkeitsbewegung in Grönland herauszufinden und darĂŒber, wie die GrönlĂ€nder und die DĂ€nen zum Abbau von Rohstoffen auf der Insel durch die USA stehen. Auch damals wurde eine US-Diplomatin ins dĂ€nische AuĂenministerium einbestellt.

